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16.05.2007

Neue Zahlen belegen: Armut und Arbeitslosigkeit machen krank

Versichertendaten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigen einen deutlichen Zusammenhang von sozialer Lage und Krankheitsrisiko. Wie die Kasse meldet, haben Angehörige unterer Schichten ein mehr als doppelt so hohes Risiko wie Hochverdiener.

Laut KKH verursacht ein Versicherter mit niedrigem Einkommen doppelt so hohe Leistungskosten (2.282 Euro jährlich) in der Krankenversicherung wie ein Gutverdiener (1.137 Euro jährlich). Geringverdienende schwangere Frauen seien eine weitere Risikogruppe. Sie nehmen laut KKH das Angebot von Geburtsvorbereitungskursen seltener wahr und verursachen im Vergleich zu anderen Schwangeren mit mehr als 600 Euro die höchsten Kosten bis zur Entbindung. Als dramatisch beschrieben wird auch die gesundheitliche Situation bei vielen arbeitslosen Männern. Diese seien 20-mal häufiger von Alkoholproblemen betroffen als Berufstätige.

Die Auswertungen basieren auf der Basis der Daten von knapp 1,9 Millionen KKH-versicherten Frauen und Männern. Ähnliche Zahlen zur Situation von Arbeitslosen veröffentlichten vor kurzem auch die BKK und die Techniker Krankenkasse (TK), die nachgewiesen haben, dass Arbeitslose von allen Krankheitsarten häufiger betroffen und häufiger in stationärer Behandlung sind sowie den höchsten Bedarf an Arzneimitteln haben. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

In der Datenbank Gesundheitsprojekte lassen sich Projekte und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten recherchieren; eine Auswahl von Projekten zum Thema Arbeitslosigkeit finden Sie hier.

Weitere Informationen der KKH zu diesem Thema finden Sie unter:
www.kkh.de

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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