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22.10.2010

Neue Publikation: Gesundheit lernen - Wohnquartiere als Chance für Kinder

Aus zahlreichen Studien ist bekannt, dass Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien deutlich schlechtere Bildungs- und Gesundheitschancen haben. Aber auch das direkte Umfeld, dort wo Kinder aufwachsen, wirkt sich entscheidend auf deren Bildungs- und Gesundheitschancen aus. Dies verdeutlicht eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung, des Robert Koch Instituts und der empirica AG.

So können laut der Studie die Bedingungen im Quartier eine gesunde Entwicklung und Entfaltung fördern oder hemmen. Durch beispielsweise Bildungs-, Freizeit- und Bewegungsangebote im Wohnumfeld werden die Kinder gefördert und ihre Entwicklungschancen erweitert. Weiterhin habe sich gezeigt, dass in städtischen Gebieten mit vielen Einfamilienhäusern und entsprechenden Grünflächen Kinder mit niedrigem Sozialstatus deutlich weniger Zeit am Computer verbringen, als Kinder mit vergleichbarem Sozialstatus in belasteten Quartieren. Die Studie macht darüber hinaus deutlich, dass besonders für Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen das Lebensumfeld unterstützend wirken kann.

Die Daten der Studie sind Teil des neuen „KECK-Atlas“. Mit „KECK - Kommunale Entwicklung - Chancen für Kinder“ sollen Kommunen bei der nachhaltigen Förderung von Kindern und Jugendlichen unterstützt werden. Die Publikation ist als PDF-Dokument (2.23 MB) online abrufbar unter: www.keck-atlas.de.

Wie Gesundheitsförderung im Quartier beispielsweise bei 6 bis 10-jährigen Schülerinnen und Schülern aussehen kann, verdeutlichen zahlreiche Beispiele guter Praxis in der Praxisdatenbank  „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“.

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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