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16.05.2008

Neue Kommunikationsplattform zur Gesundheit von Migrant/innen

Die etwa 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland weisen oft Unterschiede in der gesundheitlichen Situation oder im Gesundheitsverhalten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung auf. Bisher gibt es kaum Möglichkeiten, auf einfachem Wege Wissen über diese Besonderheiten zu erwerben oder zu teilen. Mit dem Projekt MIGHEALTHNET der Universität Bielefeld soll sich das ändern.

Mit dem Informationsnetzwerk Migration und Gesundheit entsteht eine interaktive Kommunikationsplattform (Wiki) für Expert/innen, Beteiligte und Interessierte aus dem Bereich Migration und Gesundheit. Erstmals werden auf der Seite www.mighealth.net/de frei zugängliche Informationen zu diesem Thema im Internet bereitgestellt und können dort bearbeitet und diskutiert werden.

Universitäten in ganz Europa entwickeln zur Zeit eigene Kommunikationsplattformen zum Thema „Migration und Gesundheit“. Ihre interaktiven Internetseiten ermöglichen einen direkten Austausch zwischen Experten und vereinfachen das Ergänzen und Gestalten von Inhalten im Internet. Sie erleichtern europaweit die Kommunikation und einen direkten Austausch von Erfahrungen. Die deutsche Plattform wurde von der Arbeitsgruppe Epidemiologie und International Public Health der Universität Bielefeld entwickelt. „Migration bedeutet auch: die Zukunft unseres Landes zu gestalten. Daher hat die Gesundheit von Migranten hohe Priorität. Der Vernetzung von Beteiligten aus verschiedenen Bereichen kommt dabei besondere Bedeutung zu“ sagt Prof. Oliver Razum, Leiter der Arbeitsgruppe.

Das Projekt bietet  neben Hintergrundinformationen zur Einwanderung in Deutschland hauptsächlich Informationen zur Gesundheit von Migranten. Diese beinhalten neben allgemeinen Übersichten vertiefende Aspekte wie den Anspruch von Migranten auf Gesundheitsleistungen oder den Zugang zum Gesundheitswesen. Initiativen und Beispiele qualitativ guter Versorgung von Migranten werden vorgestellt. Die Seite www.mighealth.net/de ist steht jedem offen. Eigene Beiträge und Arbeiten können auf der Seite vorgestellt werden.

Ziel ist es, dass sowohl Fachleute und Repräsentanten der Migranten als auch Interessierte sich mit Hilfe der Seite  www.mighealth.net/de austauschen und vernetzen können und dabei eine für Deutschland bisher einmalige frei zugängliche Wissensbasis zu diesem Thema schaffen.

Kontakt:
Prof. Oliver Razum
Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften
E-Mail: oliver.razum@uni-bielefeld.de

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.