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20.01.2011

Migration und Gesundheit. Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die medizinische Versorgung - Dokumentation der 2. Jahrestagung des Deutschen Ethikrates erschienen

Wie kann eine kultursensible Medizin aussehen? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund? Wie kann Migrantinnen und Migranten mit geringen Deutschkenntnissen der Zugang zum deutschen Gesundheitssystem erleichtert werden?

Etwa 16 Millionen Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund leben in der Bundesrepublik. Dies entspricht etwa einem Viertel der Bevölkerung. Daher müsse die gesundheitliche Versorgung von Migrantinnen und Migranten in Zukunft stärker thematisiert werden, wie Prof. Dr. Maria Böhmer, Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung, im Rahmen der 2. Jahrestagung des Deutschen Ethikrates am 20. Mai 2010 feststellte.

Stehen gewöhnlich biomedizinische und bioethische Fragestellungen im Vordergrund der Auseinandersetzungen des Ethikrates, so wurde auf der 2. Jahrestagung des Deutschen Ethikrates das Thema „Migration und Gesundheit“ beleuchtet. Die nun veröffentlichte Dokumentation der Jahrestagung beinhaltet die Beiträge der vortragenden Expertinnen und Experten. Das Spektrum ist breit: Medizinische und epidemiologische Beiträge zur gesundheitlichen Situation von Migrantinnen und Migranten werden ebenso thematisiert wie juristische und ethische Überlegungen im Kontext von Migration und Gesundheit. Im Blickfeld stehen beispielsweise Überlegungen zu speziellen Patientenrechten für Migrantinnen und Migranten sowie die Frage wie viel Eigenverantwortung von Migrantinnen und Migranten mit eingeschränkten Verständigungsmöglichkeiten eingefordert werden darf.
Der deutsche Ethikrat will mögliche medizinische Handlungsfelder im Bereich Migration und Gesundheit aufzeigen sowie Impulse für gesellschaftliches und politisches Handeln geben.

Die vollständige Dokumentation finden Sie hier (PDF-Dokument 1,09 MB).

Wie Gesundheitsförderung bei Migrantinnen und Migranten gestaltet werden kann, zeigen zahlreiche Projekte guter Praxis in der Praxisdatenbank "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten".

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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