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09.02.2007

Mehr Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach eigenen Angaben im Jahr 2005 nahezu 3,8 Millionen Menschen mit Maßnahmen der Primärprävention und der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) erreicht. Gegenüber dem Jahr 2004 bedeutet dies einen Zuwachs um knapp zwölf Prozent. Das geht aus dem fünften Präventionsbericht hervor, den der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen herausgibt.

Laut Dokumentationsbericht ist die Zahl der Kursteilnahmen von 803.000 (2004) um 45 Prozent auf 1,2 Millionen angestiegen. Außerdem hätten die Krankenkassen ihr Engagement für Prävention im Lebensumfeld (so genannten Settings) - zum Beispiel in Schulen, Vereinen oder Stadtteilen - erfolgreich fortgesetzt. Besonders über Kindergärten und Schulen würden Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten angesprochen, so die Krankenkassen. Schätzungsweise zwei Millionen vor allem junge Menschen konnten 2005 mit diesen Maßnahmen erreicht werden. Einschränkend berichten die Krankenkassen zu den individuellen Kursangeboten, dass diese wie in Vorjahren vorzugsweise von Frauen und Versicherten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren genutzt würden, von Männern, jüngeren und älteren Versicherten dagegen unterproportional.

Im Bericht wird auf die aktive Rolle der Krankenkassen in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) hingewiesen. So hätten rund 606.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2005 an Maßnahmen der BGF teilgenommen, die die Krankenkassen in Kooperation mit den Unternehmen durchführten. Inhaltlich ging es schwerpunktmäßig darum, körperliche Belastungen zu vermeiden und zu reduzieren, sowie um gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung und um Stressmanagement. Wie schon in den Vorjahren waren Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe mit 45 Prozent besonders häufig vertreten (2004: 42 Prozent; 2003: 44 Prozent).

Die Ausgabenentwicklung im Bereich Prävention wird in dem Bericht als verstärktes Engagement der gesetzlichen Krankenkassen bei der Vorsorge gewertet. So seien die Gesamtausgaben von 2000 bis 2005 von 43,1 Mio. Euro auf 179,9 Mio. Euro gestiegen. Dies entspricht einer jährlichen Steigerungsrate von 36 Prozent. Damit hätten die gesetzlichen Krankenkassen den vom Gesetzgeber für 2005 empfohlenen Ausgabenbetrag von 2,70 Euro pro Versicherten "nahezu ausgeschöpft".

Zum Bericht der Krankenkassen (direkter Link auf das PDF).

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