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25.05.2005

Lebenslagen in Deutschland

Armut und soziale Ausgrenzung stellen laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung nicht nur individuelle Problemlagen dar, sondern auch gesellschaftliche.
Zur Definition von Armut und Reichtum aus: 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
"Armut und Reichtum sind als gesellschaftliche Phänomene untrennbar mit Werturteilen verbunden. Hinter jeder Interpretation des Armuts- und auch des Reichtumsbegriffs und hinter jedem darauf beruhenden Messverfahren stehen Werteüberzeugungen."

Der Armuts- und Reichtumsbericht 2005 der Bundesregierung spricht eine deutliche Sprache: Jedes zehnte Kind in Deutschland wächst in Armut auf, in Berlin sogar jedes vierte. Die Armutsrisikogrenze pro Person beträgt in Deutschland 938 Euro pro Erwachsenen, für Kinder gilt ein geringerer Satz. Wenn also eine vierköpfige Familie ihre Miete bezahlt hat und dann über weniger als 1500 Euro monatlich verfügt, lebt sie in Armut. Insgesamt sind das zwei Millionen Kinder in Deutschland. Der Anteil der Kinder, auf die das zutrifft, ist in den vergangenen Jahren in Deutschland stärker gestiegen als in fast allen anderen Industrienationen. Arme Kindern verfügen nur über eingeschränkte Möglichkeiten, am sozialen und ökonomischen Leben der Gesellschaft teilzuhaben.

Armut und soziale Ausgrenzung stellen aber laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung nicht nur individuelle Problemlagen dar, sondern auch gesellschaftliche. Sie berühren den Zusammenhalt der Gesellschaft erheblich. Daher wird die Stärkung des gemeinsamen Wohlstands und des Gemeinwohls, von der Bundesregierung als eine fundamentale Bedingung für den Erhalt der Gesellschaft gesehen.

Arbeitshilfe zum 2. Armuts- und Reichtumsbericht
Der Paritätische Gesamtverband hat eine Arbeitshilfe zum 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung erstellt. Sie enthält zentrale Ergebnisse des Berichts sowie wesentliche Argumentationspunkte der Bundesregierung und kritische Einwände der Wohlfahrtsverbände

Den 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung finden Sie hier

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