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19.03.2009

Kinderschutzbund befürchtet Zunahme von Kinderarmut durch die Wirtschaftskrise

Der Kinderschutzbund rechnet aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise mit einem massiven Anstieg der Armut von Kindern. Dies gelte umso mehr, da nach der demografischen Entwicklung in Deutschland viele Kinder in sozial benachteiligten Stadtteilen geboren würden, sagte Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, gegenüber Medien. Dagegen sänken die Geburtenzahlen in bürgerlichen und wohlhabenden Stadtteilen stark.

Hilgers sagte weiter, derzeit müsse man sich um ein Drittel der Kinder in Deutschland „große Sorgen machen - also rund fünf von 15 Millionen.“ In 20 Jahren werde es nur noch zehn Millionen Kinder geben, von denen die Hälfte in sozial schwachen Familien aufwachse. Er befürchte, dass dem Staat wegen der Wirtschaftskrise „die finanzielle Kraft zu einer grundlegenden Reform des Familienleistungsausgleiches“ fehle.

Der Kinderschutzbund-Präsident betonte die Notwendigkeit einer Kindergrundsicherung. Für sie müsse der Staat 330 Euro pro Monat für jedes Kind zahlen, wenn alle Bildungsinstitutionen kostenlos seien.
Die Folgen von Armut auf den Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen zeigen zahlreiche Studien, etwa die KIGGS-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) ebenso wie die jüngst erschienene Publikation „Erkennen-Bewerten-Handeln“ des RKI und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

In der Praxisdatenbank finden sich zahlreiche Projekte guter Praxis, die für betroffene Kinder und Jugendliche und ihre Familien Unterstützung bieten. So zum Beispiel

Marburger Gesundheitsnetzwerk für Kinder "mittendrin"

Gesund groß werden (Berlin)

Fit und stark fürs Leben (Magdeburg)

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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