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02.01.2009

Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland vorgestellt

Sozial benachteiligte Kinder haben deutlich mehr gesundheitliche Probleme als andere Kinder. Das belegen zahlreiche Studien. Auf der Basis vorhandener wissenschaftlicher Erkenntnisse, inbesondere des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys KiGGS, haben das Robert Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den Handlungsbedarf auf dem Gebiet der Prävention und Gesundheitsförderung ermittelt, Handlungsempfehlungen formuliert und sie jüngst in der Publikation „Erkennen - Bewerten - Handeln - Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ veröffentlicht.

Die Handlungsempfehlungen zielen etwa auf die Stärkung Familien unterstützender Maßnahmen, also soziale und gesundheitliche Hilfsangebote, die Eltern und ihre Kinder in ihren alltäglichen Lebenswelten erreichen. Als gutes Beispiel für eine nützliche Sammlung von Hilfsangeboten hebt der Bericht die Praxisdatenbank www.gesundheitliche-chancengleichheit.de vom Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligente" positiv hervor.

Der Bericht tritt u.a. auch für eine Stärkung lebensweltlich orientierter Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote ein ebenso wie für die Fokussierung auf geschlechtsspezifische Präventionspotenziale. Darüber hinaus plädiert der Bericht  etwa im Bereich Bildung dafür, qualitativ  hochwertige Konzepte der Gesundheitsförderung unter Einbeziehung von Schüler/innen, Eltern und Lehrenden flächendeckend einzusetzen.

Der ermittelte Handlungsbedarf und die Handlungsempfehlungen waren auch Gegenstand der vom Robert Koch-Institut und dem Bundesministerium für Gesundheit ausgerichteten Tagung „Kinder in eine gesunde Zukunft“ am 09. und 10. Dezember 2008 in Berlin. Anlässlich dieser Tagung hat das RKI die Originaldaten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys KiGGS als „Public Use Files“ freigegeben. Die KiGGS-Studie war eine wichtige Datengrundlage für die im Mai 2008 veröffentlichte Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit (siehe dazu Meldung vom 27.05.2008).

Der Bericht „Erkennen - Bewerten - Handeln - Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ als Download (3,4 MB).

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und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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