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01.07.2009

Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens: Sachverständigenrat stellt Gutachten 2009 vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat am 30.06. sein aktuelles Gutachten mit dem Titel "Koordination und Integration - Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens" an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt übergeben. Sie erklärt hierzu: "Eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft ist der Wandel zu einer Gesellschaft des längeren Lebens. Wir müssen Lösungen finden, damit auch die steigende Zahl älterer Menschen medizinisch gut versorgt werden kann. Viele sind chronisch und mehrfach erkrankt. Die Versorgung muss so ausgerichtet sein, dass sie möglichst lange selbständig bleiben und Lebensqualität behalten. Auch jungen Menschen müssen gute gesundheitliche Entwicklungschancen eröffnet und erhalten werden."

Auf mehr als 900 Seiten beschäftigt sich das Gutachten mit dem Koordinationsproblem, eine generationenspezifische Versorgung im deutschen Gesundheitswesen sicher zu stellen. Das Gutachten geht insbesondere auf die besonderen Versorgungsanforderungen bei Kindern und Jugendlichen, im Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter sowie bei älteren und alten Menschen ein.

Eine zentrale, über die einzelnen Handlungsfelder hinausgehende Aufgabe sieht der Rat darin, Chancengleichheit bei Kindern herzustellen und Entwicklungschancen zu verbessern. Der Rat mahnt eine stärkere Zielgruppenorientierung und Qualitätssicherung der zahlreichen Programme zur Primärprävention und Gesundheitsförderung an. Ausführlich beschäftigt sich der Rat mit Fragen der psychischen Gesundheit, insbesondere mit ADHS, mit Gewaltprävention, mit der Arzneimittelversorgung von Kindern sowie mit Impfungen und Früherkennung in Kindheit und Schwangerschaft.

"Der Gesundheitsversorgung stellt sich damit die in integrativer Hinsicht anspruchsvolle Aufgabe, hausärztliche und fachärztliche, ambulante und stationäre sowie pflegerische Behandlungsleistungen im Rahmen einer interdisziplinären Kooperation mit Präventionsmaßnahmen, der Rehabilitation, der Arzneimitteltherapie sowie mit Leistungen von sozialen Einrichtungen und Patientenorganisationen ziel- und funktionsgerecht zu verzahnen", formuliert der Sachverständigenrat die anstehende Herausforderung.

Das Gutachten 2009 kann auf der Seite des Sachverständigenrates in Lang- und Kurzfassung herunter geladen werden: http://www.svr-gesundheit.de/Startseite/Startseite.htm

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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