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20.05.2008

Gesundheitsförderung gerade auch für Arme

75 Beispiele guter Praxis auf www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Rike Hertwig, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Pressemitteilung vom 20.05.2008

Der jüngst in Ausschnitten vorgestellte Ar­muts- und Reichtumsbericht der Bun­des­re­gie­rung nennt Ar­beits­lo­se und Allei­nerziehende mit ihren Kin­dern als be­son­ders von Ar­mut bedroht und be­trof­fen. Mit dem Ar­mutsrisiko so­zi­al benachteiligter Grup­pen geht auch ein höheres Krankheits- und Unfallrisiko einher. Wissenschaftliche Stu­di­en zei­gen ei­ne bis zu 14 Jahren kürzere Le­bens­er­war­tung bei guter Ge­sund­heit von Menschen in der unteren Einkom­mensschicht im Vergleich zur oberen Einkom­mensschicht. Auch die meisten Krank­heit­en und gesundheitsgefährdenden Ver­hal­tensweisen kom­men auf­grund ihrer so­zi­alen La­ge bei armen Menschen häufiger vor. Umso wichtiger sind An­ge­bo­te der Ge­sund­heitsvorsorge und Ge­sund­heits­för­de­rung, die sich an arme und benachteiligte Menschen wen­den. Der bundesweite Kooperationsverbund „Ge­sund­heits­för­de­rung bei so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten“ setzt sich da­für ein, dass Menschen in schwierigen Le­bens­la­gen bessere Ge­sund­heitschancen er­hal­ten. So präsentiert der Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund auf sei­ner Website www.gesundheitliche-chancengleichheit.de 75 beispielhafte An­ge­bo­te guter Pra­xis der Ge­sund­heits­för­de­rung bei so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten.

Zu diesen Beispielen Guter Pra­xis zählt "Mut tut gut!" aus Kiel zur Stär­kung der psychischen Ge­sund­heit für erwerbslose Frauen, der Mo­bi­le Sozialpädagogische Dienst der Stadt Neu­bran­den­burg mit präventiver Familienberatung oder die „Stadtteilinitiative Ge­sund­heit im Nordend für al­le“ (SIGNAL) in Worms, die auf die Ent­wick­lung von Ge­sund­heitskompetenzen von Kin­dern und Eltern in einem be­nach­tei­lig­ten Stadtquartier hinwirkt. Diese Beispiele „Guter Pra­xis“ zeichnen sich da­durch aus, dass sie auf Be­nach­tei­lig­te zu­ge­hen und sie aktiv be­tei­li­gen, dass die Wirk­sam­keit der Aktivitäten überprüft wird oder die Projekte mit anderen Angeboten der Ge­sund­heits­för­de­rung vernetzt sind. Hiermit wird ge­nau denjenigen Menschen geholfen, die im aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht als be­son­ders Be­trof­fe­ne dargestellt wer­den.

Den bun­des­wei­ten Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund „Ge­sund­heits­för­de­rung bei so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten“ hat die Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche Auf­klä­rung (BZgA) 2003 ins Leben gerufen, um ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit in Deutsch­land und die Verbreitung guter Pra­xis zu för­dern. Heute ge­hö­ren ihm 50 Part­ner an, da­run­ter die Bundesvereinigung Prä­ven­ti­on und Ge­sund­heits­för­de­rung, Landesvereinigungen für Ge­sund­heit, Kran­ken­kas­sen und Ärzteorganisationen, Wohlfahrtsverbände und Wissenschaftsorganisationen.






Links zu den Gute Praxis-Angeboten:
Mut tut gut!
Mobiler Sozialpädagogischer Dienst der Stadt Neubrandenburg
Stadtteilinitiative Gesundheit im Nordend für alle (SIGNAL)

Alle 75 Beispiele guter Praxis im Überblick

Pressekontakt:
über die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ bei:
Gesundheit Berlin, Öffentlichkeitsarbeit
Carsten Direske
Tel. 030 / 44 31 90-72
E-Mail: presse@gesundheitberlin.de

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