06.07.2011
Gesundheitsförderung bei Erwerbslosen und prekär Beschäftigten - wie funktioniert das konkret?
Regionaler Knoten Nordrhein-Westfalen veröffentlicht zwei neue Leitfäden
Manfred Dickersbach, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW)
Schlagwörter: Broschüre, Erwerbslosigkeit, psychische Gesundheit
„Psychische Gesundheit bei Erwerbslosen“ und „Gesundheitsförderung in der Zeitarbeit“ lauten die Titel der beiden Leitfäden, die jetzt vom LIGA.NRW in der Reihe LIGA Praxis (Bände 4 und 5) herausgegeben wurden. Der Regionale Knoten NRW setzt damit seine Bemühungen fort, neue Themenfelder der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten zu operationalisieren und auch Akteuren anderer Politikbereiche den Einstieg in die Gesundheitsförderung zu erleichtern.
Erwerbslos zu sein, das belastet und kann krank machen. Der Leitfaden „Psychische Gesundheit bei Erwerbslosen“ zeigt auf, warum Gesundheitsförderung für erwerbslose Menschen grundsätzlich wichtig ist und gibt praxisnahe und detaillierte Hinweise, wie sich die seelische Gesundheit von Erwerbslosen konkret verbessern lässt. Dabei werden verschiedene Settings und Handlungsfelder betrachtet - wie etwa die Arbeitsagentur, der Qualifizierungsträger oder das persönliche Umfeld.
Zeitarbeitskräfte haben mit ähnlichen gesundheitlichen Problemen und Belastungen wie Erwerbslose zu kämpfen. Der neue Leitfaden „Gesundheitsförderung in der Zeitarbeit“ zeigt Zusammenhänge auf, veranschaulicht den Nutzen von Gesundheitsförderung und gibt Hilfen für die praktische Arbeit. Dabei stehen neben dem Zeitarbeitsunternehmen und dem Entleihunternehmen auch die Arbeitsvermittlung und Beschäftigungsförderung sowie die Kommune als Handlungsräume für die Gesundheitsförderung von Zeitarbeitskräften im Blickpunkt.



