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08.12.2010

"Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen" auf dem Kongress Armut und Gesundheit

Stefan Bräunling, MPH, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Schlagwörter: Jugendhilfe

„Gesundheit von Arbeitslosen fördern - aber richtig!“ lautete der ehrgeizige Titel eines Workshops auf dem 16. Kongress Armut und Gesundheit am 3. Dezember 2010 in Berlin. Dabei stellte Prof. Gisela Mohr von der Universität Leipzig Fehler und Fallen, die in der Diagnostik, Beratung und Therapie passieren können, dar. Dr. Matthias Schmidt, TU Dresden, zeichnete das Projekt „Bridges“ aus Görlitz nach, in dem die Begleitung und Vermittlung jugendlicher Arbeitssuchender erfolgreich umgesetzt werden konnte. Dr. Katharina Graffmann-Weschke erläuterte die Erfahrungen der AOK Berlin-Brandenburg mit Kursangeboten, insbesondere mit Kursen des Programms „AktivA“. Die Präsentationen stehen Ihnen hier zum Herunterladen zur Verfügung.
Als besonders Erfolg versprechend wurden in der anschließenden Diskussion herausgestellt:
- im Projekt „Bridges“ die Kombination von Beratung, Coaching, Training, Kompetenzentwicklung, Vermittlung und Nachbetreuung, unter stetiger Begleitung durch „Senior Coaches“, die selber von Arbeitslosigkeit betroffen waren,
- in Kursangeboten die Niedrigschwelligkeit, nicht zuletzt dadurch, dass Kurse kostenlos angeboten werden, und der Zugang zu potenziellen Teilnehmenden über Beschäftigungsträger.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Fragen gerichtet, welche Personen innerhalb der heterogenen Gruppe der Arbeitslosen man mit welchen Angeboten erreicht, und wie der Anspruch der Entstigmatisierung in der Praxis erfüllt werden kann. Die 11 Thesen des Sächsischen Fachbeirats zum Gesundheitsziel „Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen“ bieten einen Orientierungsrahmen über fachliche und fachpolitische Standards, die sich in den letzten Jahrzehnten als vordringlich erwiesen haben.

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