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12.04.2011

Fragebogen-Erhebung "Selbstorganisation und gesundheitliche Chancengleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund"

Rolf Reul, Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e.V. (HAGE)

Schlagwörter: Migration

Bereits seit mehreren Jahrzehnten leben immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Dass unser Land seit der "Gastarbeiter"-Anwerbung in den 50er-/60er-Jahren zum Einwanderungsland geworden ist, wird inzwischen auch in Politik und Öffentlichkeit anerkannt. 15,6 Millionen der insgesamt 82,1 Millionen Einwohner hatten im Jahr 2008 einen Migrationshintergrund. Der Anteil der zugewanderten Menschen und ihrer Nachkommen beträgt somit 19% der Gesamtbevölkerung.
Da die Bevölkerung mit Migrationshintergrund also immerhin ein Fünftel der Gesamtbevölkerung darstellt und zugleich angenommen wird, dass ein Migrationshintergrund vielfältige Einflüsse auf die Gesundheit der Betroffenen hat, ist eine intensive Auseinandersetzung der professionellen Gesundheitsförderung mit den spezifischen gesundheitlichen Bedingungen von Migranten und Migrantinnen unerlässlich.

Diesbezüglich könnte sich insbesondere im Hinblick auf den Ressourcenbereich der sozialen Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund die (bisher scheinbar noch weitgehend ausstehende) Beschäftigung der professionellen Gesundheitsförderung mit Migrantenorganisationen und ihren Selbsthilfe-Potenzialen als fruchtbar erweisen, denn Gesundheitsthemen sollten stärker auch zum "eigenen Anliegen" der MigrantInnen gemacht werden - im Sinne eines selbstbestimmteren Umgangs mit Gesundheit und einer partizipativeren Maßnahmengestaltung.
Im Rahmen der Fachtagung des Regionalen Knotens Hessen  „Migrationshintergrund als gesundheitliche Ressource“ in Frankfurt am Main am 24.11.2010 wurde daher eine Erhebung durchgeführt, die unter dem Titel " Selbstorganisation und gesundheitliche Chancengleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund" Ihnen nun zur Verfügung steht (PDF-Datei, 378 kB).

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