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17.02.2009

Familienreport 2009: Ausmaß der Kinderarmut nach wie vor hoch

Das Ausmaß der Kinderarmut in Deutschland ist trotz kleiner Fortschritte noch immer sehr hoch. Das macht der Familienreport 2009 deutlich, den Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen am Montag in Berlin vorgestellt hat.

Demnach lebt fast die Hälfte aller alleinerziehenden Mütter und Väter von Hartz IV. Das seien etwa 660.000 Mütter oder Väter mit rund einer Million Kindern, sagte Ursula von der Leyen bei der Präsentation des Reports. Bei Alleinerziehenden gibt es nach Angaben der Ministerin noch großen Handlungsbedarf bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Zahlen, die von der Leyen veröffentlicht hat, bezeichneten die Linke und Sozialverbände nach Medienberichten als Armutszeugnis für die Bundesregierung und forderten schnelle Maßnahmen, wie etwa kostenlose Mittagessen in Ganztagsschulen.

Erst Ende Januar hatte das Bundessozialgericht die Höhe der Hartz IV-Sätze für Kinder verworfen und die Regelungen zur Überprüfung an das Bundesverfassungsgericht verwiesen (Aktuelle Meldung vom 28.01.2009).

Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder sozial und gesundheitlich besonders unter den Folgen des Hartz IV-Bezugs ihrer Familien leiden. Einige der vielen Folgen für die Kinder können Fehlernährung, Übergewicht und psychische Störungen sein.

Einen umfassenden Überblick über die Folgen von Armut für Kinder und Jugendliche bietet die vom Robert Koch-Institut erstellte KIGGS-Studie oder die jüngst erschienene Publikation „Erkennen-Bewerten-Handeln“ des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die Praxisdatenbank auf dieser Website enthält zahlreiche Projekte, die sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und ihre Familien unterstützen, etwa:

Eutiner Babynetz (Schleswig-Holstein)

Monheim für Kinder (Nordrhein-Westfalen)

Familienhebammen im Kinder- und Familienzentrum Barmbek-Süd

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und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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