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23.10.2009

Difu-Veröffentlichung zeigt Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheitsförderung in Kommunen

Stefan Bräunling, MPH, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Schlagwörter: Kommunen

Für Akteure aus dem Bereich Gesundheitsförderung ist es eine Herausforderung, gesundheitsfördernde Stadtteilentwicklung zu einem Thema in den Kommunen zu machen. Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen sind dabei eine besondere Zielgruppe, da sie teils großen Risikobelastungen ausgesetzt sind. Wie für sie Gesundheitsförderung aussehen kann, zeigt die in dieser Woche veröffentlichte Publikation „Kinder- und jugendbezogene Gesundheitsförderung im Stadtteil“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu).

Der Gesundheitszustand von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene in benachteiligten Stadtteilen ist oft schlechter als der ihrer Altersgenossen in einkommens- und bildungsstärkeren Familien. Andererseits aber ist bei ihnen ein hohes Gesundheitspotenzial vorhanden, das aktiviert und erhalten werden sollte. Die Publikation „Kinder- und jugendbezogene Gesundheitsförderung im Stadtteil“ des Difu zeigt, wie kinder- und jugendbezogene Gesundheitsförderung als Teil der Stadtteilentwicklung und der Quartiersarbeit erfolgreich und qualitätsgesichert etabliert werden kann. Dafür werden in der Publikation für alle relevanten strategischen und thematischen Handlungsfelder gesundheitsfördernder Stadtteilentwicklung Qualitätselemente sowie Gute-Praxis-Kriterien entwickelt und anhand zahlreicher Gute Praxis-Beispiele aus den Kommunen illustriert.

Die Arbeitshilfe wird gemeinsam vom Difu und dem BKK Bundesverband sowie den BKK Landesverbänden Bayern und NORD herausgegeben. Sie soll Kommunen, Krankenkassen und Quartiermanagern als "Ideen- und Methodenkoffer" in der gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung dienen und enthält Anregungen und Hilfestellungen für eine gesundheitsfördernde Stadtteilentwicklung und die praktische Arbeit vor Ort.

"Kinder- und jugendbezogene Gesundheitsförderung im Stadtteil", Difu-Arbeitshilfe, 232 Seiten, vierfarbig, Schutzgebühr 33,- Euro, ISBN 978-3-88118-471-7

Wie Gesundheitsförderung im Stadtteil aussehen kann, zeigt auch der Bereich "Gesundheitsförderung im Stadtteil" auf dieser Webseite, auf denen etwa die Arbeitshilfen "Aktiv werden für Gesundheit" vorgestellt werden.

Zudem befassen sich zahlreiche Projekte aus der Praxisdatenbank auf dieser Webseite mit dem Thema kommunale Gesundheitsförderung. Eines dieser Projekte ist der "Gesundheitstreffpunkt West" im Bremer Westen, das der Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" als Good Practice identifiziert hat.

Der "Gesundheitstreffpunkt West" (GTP) engagiert sich seit 1985 im Bremer Westen. Schwerpunkt ist Gröpelingen, ein Stadtteil mit einem hohen Grad sozialer Benachteiligung. Der GTP orientiert sich mit seinem ganzheitlichen, integrierten Handlungskonzept zur Gesundheitsförderung am Setting Stadtteil und dessen Wohnquartieren. Zentrale Ziele sind, neben der Entwicklung persönlicher Gesundheitskompetenzen von Ratsuchenden, die Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten und die Unterstützung von Gemeinschaftsaktionen.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der stadtteilbezogenen Vernetzungstätigkeit, in bilateralen Kooperationen und im direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. Thematische Schwerpunkte des GTP liegen in der Familiengesundheit, der Gesundheitsförderung von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen sowie in der Sucht- und Gewaltprävention.


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