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20.08.2008

Deutliche Unterschiede in der sozialen Lage von Menschen mit Migrationshintergrund

Im Durchschnitt sind Migrantinnen und Migranten weiterhin sozial schlechter gestellt als die herkunftsdeutsche Bevölkerung - der 1. Migrationsbericht für Nordrhein-Westfalen zeigt allerdings differenzierte Ergebnisse: so sind besonders starke Unterschiede zwischen Eingebürgerten und Ausländer/innen sowie zwischen Männern und Frauen sichtbar.

Der Migrationsbericht beruht auf der repräsentativen Befragung von einem Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung im Rahmen des Mikrozensus. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte liegen bei Arbeit, Einkommen und Bildung - zentralen Faktoren für gesundheitliche Chancengleichheit - deutlich hinter denen ohne Zuwanderungsgeschichte zurück, wobei es gravierende Unterschiede zwischen den verschiedenen zugewanderten Gruppen gibt. Ein besonders hoher Nachholbedarf besteht für die Zuwanderer mit nur türkischer Staatsangehörigkeit und hier insbesondere für die Frauen.

Ein zentraler Befund des Berichtes ist, dass eingebürgerte Migrantinnen und Migranten sozial wesentlich besser gestellt sind als Menschen mit Migrationshintergrund ohne deutschen Pass. Während beispielsweise die Erwerbsquote eingebürgerter Deutscher mit 71,3 Prozent nur zwei Prozentpunkte unter der der Herkunftsdeutschen liegt (73,5 Prozent), beträgt sie bei Ausländerinnen und Ausländern 62,2 Prozent. Besonders starke Unterschiede sind hier zwischen Männern und Frauen festzustellen.

Der Bericht kann auf der Seite des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW herunterladen werden.

Ein ähnlicher Bericht für Berlin ist über das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Wochenbericht 35/2008 erhältlich (PDF).

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