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02.09.2005

"Das erste Jahrzehnt des Jahrhunderts soll zum Jahrzehnt der Familien und ihrer Kinder werden" - 12. Kinder- und Jugendbericht erschienen.

Der Bericht fordert, dass Bildung, Betreuung und Erziehung innerhalb der Familie im ersten Lebensjahr des Kindes öffentlich unterstützt wird, unzumutbare Einbrüche im Haushaltseinkommen sollen vermieden werden. Der Bericht stellt den Begriff der Bildung in den Mittelpunkt, ist aber dennoch kein ausschließlicher Bildungsbericht. Weitere Aspekte des über 600 Seiten umfassenden Berichtes beschäftigen sich mit Fragen der Erziehung und Betreuung. Die Autoren versuchen, den Blick auf die realen Bildungs- und Lernprozesse von Kindern und Jugendlichen zu richten und stärker ihre Bildungsbiographie in den Blick zu nehmen.

Die Bildungsbiographie beziehungsweise die Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen sind maßgeblich von umweltbedingten Gegebenheiten abhängig. In diesem Zusammenhang spielt die Ressource Gesundheit eine besonders wichtige Rolle. Kinder können ein gesundes Aufwachsen und die Aneignung von Kompetenzen selbst fördern. Damit legt der Bericht ein ressourcenorientiertes - salutogenes - Gesundheitsverständnis zugrunde. Die Möglichkeiten des Kindes zu einer positiven Lebensbewältigung hängen maßgeblich von seinen Lebensbedingungen ab, so der Bericht weiter. Hierbei sind insbesondere die familiären Rahmenbedingungen ausschlaggebend. Kinder aus Familien mit niedrigem sozio-ökonomischen Status schneiden bezüglich ihrer gesundheitsbezogen Lebensqualität deutlich schlechter ab. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind bei ihrer Geburt überdurchschnittlich oft untergewichtig. Angeborene Fehlbildungen sowie akute und chronische Erkrankungen kommen bei armen Kindern häufiger vor.

Auftretende Gesundheitsstörungen beeinträchtigen das Wohlbefinden der Kinder und wirken sich auf ihre kognitive, psychische und soziale Entwicklung aus. Einschränkungen des sozialen Lebens, des Wohlbefindens und der Lebensqualität ziehen psychosoziale Folgen nach sich, die die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen negativ beeinflussen.
Als eine bedeutende Gesundheitsstörung im Kindesalter gilt das Übergewicht. So ergaben etwa die bayrischen Schuleingangsuntersuchungen der Jahre 1998/1999, dass 11 Prozent der fünf- bis sechs-jährigen Kinder übergewichtig sind. Drei Prozent der Kinder sind adipös. Damit ist jedes zehnte Kind der Einschulungsuntersuchungen in Bayern zu dick.
Der Kinder- und Jugendbericht greift weitere gesundheits- und sozialbedingte Einflussfaktoren auf. So wird etwa die Frühkindliche Entwicklung und Bildung im Rahmen der Familie beleuchtet.

Den vollständigen 12. Kinder- und Jugendbericht können Sie als PDF Datei hier herunterladen

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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