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16.08.2007

Beispielhafte Gesundheitsförderung für Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de stellt 50 Projekte vor

Rike Hertwig, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Pressemitteilung vom 16. August 2007

Was haben Alleinerziehende, Fa­mi­lien mit sehr geringem Einkommen, Ar­beits­lo­se, Flüchtlinge und Wohnungslose ge­mein­sam? Sie al­le le­ben in so­zi­al schwierigen Le­bens­la­gen. Ihr Ri­si­ko zu er­kran­ken oder einen Un­fall zu er­lei­den ist im Vergleich zu Menschen oh­ne diese Belastungsfaktoren dop­pelt so hoch. Auch An­ge­bo­te der Gesundheitsvorsorge und Ge­sund­heits­för­de­rung er­rei­chen sie bis­her deut­lich seltener als die übrige Be­völ­ke­rung. Hier setzt die Ar­beit des nationalen Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des „Ge­sund­heits­för­de­rung bei so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten“ an. Der Zu­sam­men­schluss von 46 Organisationen präsentiert auf seiner Website www.gesundheitliche-chancengleichheit.de beispielhafte An­ge­bo­te der Ge­sund­heits­för­de­rung.

Die Handlungsfelder der Bei­spiele guter Pra­xis sind breit gefächert und rich­ten sich an verschiedene Ziel­grup­pen, Altersstufen und Lebenssituationen deutsch­land­weit. Das Spek­trum reicht von Schu­lung­en für Pa­ti­en­tin­nen deutscher und nicht-deutscher Herkunft, Trampolinkursen zur Stär­kung von Be­weg­lich­keit und Selbst­be­wusst­sein benachteiligter Kinder über betreutes Wohnen für Sucht­kran­ke bis zur För­de­rung der Erziehungskompetenz junger Eltern.

Die BZgA hat den Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund En­de 2003 ins Leben gerufen, um bewährte Ansätze der Ge­sund­heits­för­de­rung und innovative An­ge­bo­te stärker zu verbreiten. Fast die Hälfte aller An­ge­bo­te guter Pra­xis zeichnen sich durch ei­ne niedrigschwellige Ar­beitsweise aus. Das heißt, die Projekte ge­hen in ihrer Ar­beit un­mit­tel­bar auf die Ziel­grup­pen zu und su­chen sie in ihrer Lebenswelt auf. Auf diese Wei­se kön­nen Barrieren überwunden wer­den und die Teil­nah­me an gesundheitsfördernden An­ge­bo­ten gefördert wer­den. Dazu ge­hö­ren zum Bei­spiel kostenfreie und mehrsprachige An­ge­bo­te oder auch die Or­ga­ni­sa­ti­on von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder pa­ral­lel zu Kur­sen. Viele Bei­spiele guter Pra­xis ar­bei­ten zu­dem in­ten­siv mit anderen Beratungsstellen, frei­en Trägern, Ämtern und weiteren Akteuren vor Ort zu­sam­men. Die Bei­spiele guter Pra­xis sind auch in Band 5 der Rei­he „Ge­sund­heits­för­de­rung kon­kret“ veröffentlicht, der über die BZgA kos­ten­los er­hält­lich ist.

Der Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund „Ge­sund­heits­för­de­rung bei so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten“ ist ein Verbundprojekt von der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche Auf­klä­rung (BZgA), Bundesvereinigung Prä­ven­ti­on und Ge­sund­heits­för­de­rung, Landesvereinigungen für Ge­sund­heit, Kran­ken­kas­sen und Ärzten, Wohlfahrtsverbänden, ins­ge­samt 46 Partnerorganisationen.

Vorschlag für die Bebilderung des Artikels:

Kinder aller Nationen hüpfen auf Trampolin

Bildunterschrift:
Das Trampolinprojekt der Luruper Frauenoase e.V. zielt daher darauf ab, Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen im sozial benachteiligten Hamburger Stadtteil Lurup entgegen zu wirken. Das Trampolin als Gerät der Psychomotorik schult die Beweglichkeit, stärkt Herz und Kreislauf, fördert das Selbstbewusstsein, erhöht die soziale Kompetenz und stärkt die Konzentrationsfähigkeit.
Bildquelle: www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Download des Bildes als 12x10 cm 300 dpi



Weitere Fakten zur gesundheitlichen Chancengleichheit finden Sie hier.

Pressekontakt:
über die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ bei:
Gesundheit Berlin
Öffentlichkeitsarbeit
Carsten Direske
Tel. 030 / 44 31 90-72
E-Mail: presse@gesundheitberlin.de

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