Servicenavigation

Sprung zur Hauptnavigation

Hauptnavigation

Sprung zum Seiteninhalt

  1. Über den Verbund
    1. Hintergründe, Daten & Materialien
    2. Struktur
    3. Koordination
    4. Kooperationstreffen
  2. Wir in den Ländern
    1. Baden-Württem­berg
    2. Bayern
    3. Berlin
    4. Branden­burg
    5. Bremen
    6. Hamburg
    7. Hessen
    8. Mecklen­burg-Vor­pom­mern
    9. Nieder­sachsen
    10. Nord­rhein-West­falen
    11. Rhein­land-Pfalz
    12. Saar­land
    13. Sachsen
    14. Sachsen-Anhalt
    15. Schleswig-Holstein
    16. Thü­ringen
  3. Praxisdatenbank
    1. Über die Praxisdatenbank
    2. Recher­che
    3. Angebote eintragen
    4. Daten ändern
    5. Häufige Fragen
    6. Neue Angebote in der Datenbank
  4. Good Practice
    1. Was ist der Good Practice-Ansatz?
    2. Good Practice-Kriterien
    3. Good Practice-Beispiele
    4. Hintergründe und Materialien
    5. Good Practice-Werkstätten
    6. Good Practice-Glossar
  5. Kongress Armut & Gesundheit
    1. Kongressprogramm
    2. Satellitenprogramm
    3. Anmeldung
    4. Tagungsunterlagen
    5. Organisation und Kontakt
    6. Partner
  6. Service

Seiteninhalt

Sprung zur Fusszeile

30.11.2007

Beispiel guter Praxis: Eltern AG

Good Practice in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten

Rike Hertwig, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Eltern in sozial benachteiligten Lebenslagen werden von den meisten Beratungs- und Jugendhilfeangeboten nur schlecht erreicht. Das Präventionsprogramm ELTERN-AG der Magdeburger Akademie für Praxisorientierte Psychologie e.V. will hier Abhilfe schaffen und durch Wissensvermittlung, Stressmanagement und soziales Lernen die Erziehungskompetenzen der Eltern verbessern. Grundlage des Programms ist ein eigens entwickelter Empowerment-Ansatz: Die Eltern werden ermutigt, ihre Ressourcen als Erziehende zu erkennen, ihre eigenen Fähigkeit zur Bewältigung des Erziehungsalltages zu nutzen, auftretenden Alltagsstress zu reduzieren und die Entwicklung ihres Kindes positiv zu beeinflussen. Besondere Merkmale des Projektes sind Niedrigschwelligkeit, Randgruppenbezug sowie Vorbeugung.
Die Eltern-AG´s sind Arbeitsgruppen, an denen Eltern aus sozial benachteiligten Lebenslagen in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld teilnehmen. Es handelt sich zum Beispiel um Familien mit geringer schulischer oder beruflicher Bildung, mit niedrigem Einkommen oder Eltern, die von körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung betroffen sind. Die Arbeit in den Gruppen ist eine Kombination aus Selbsthilfe und Beratung. So berichten die Eltern aus ihrem Alltag mit den Kindern und lassen sich von anderen Eltern sowie einem Mentor beraten.

Der erste Kontakt zu den Eltern wird von den Mentoren hergestellt. Sie suchen die Eltern vor Ort, also etwa im Supermarkt oder auf dem Spielplatz auf, informieren über das Projekt und laden sie ein, an einer Eltern AG teilzunehmen. Zugangsbarrieren werden so niedrig wie möglich gehalten. Dazu gehört, dass die Teilnahme für die Eltern kostenfrei ist, lange Anfahrtswege vermieden werden und parallel zu den Elterngruppen eine Kinderbetreuung angeboten wird.

Im Laufe des Projektes wird mit den Eltern über Erziehungsregeln gesprochen, wie zum Beispiel über den Verzicht auf Gewalt oder das Setzen von Grenzen. Weiterhin werden ihnen verschiedene Möglichkeiten der Entspannung im Alltag aufgezeigt und gemeinsam in der Gruppe nach Möglichkeiten gesucht, mit dem Verhalten der Kinder richtig umzugehen. Ein zentrales Anliegen des Projektes ist es, dass die Eltern lernen, sich gegenseitig weiterzuhelfen und sich dadurch als Experten des eigenen Alltags erleben. Die Teilnehmer/innen übernehmen zunehmend mehr Verantwortung für die Gestaltung der Treffen und werden auf diese Weise aktiv an der Gestaltung des Projektes beteiligt.

Bisherige Auswertungen zeigen, dass die Eltern lernen, ruhiger mit ihren Kindern umzugehen und mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern zu entwickeln. Sie nehmen Möglichkeiten zum Austausch stärker in Anspruch, geben Anderen häufiger Hilfe und haben Veränderungen im Verhalten ihrer eigenen Kinder erreicht.

Weitere Informationen über das Projekt unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de .

Ansprechpartner für das Projekt:
Professor Meinrad Armbruster, Breitscheidstr. 2, 39114 Magdeburg
Telefon: 0391 / 8864612, Telefax: 0391 / 8864293

Am Freitag ist Professor Armbruster auch auf dem Kongress erreichbar.

E-Mail: info@eltern-ag.de

Zurück zur Übersicht

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Gesundheit Berlin-Brandenburg

030 - 44 31 90 72
Kontakt per E-Mail

Weitere Beiträge

Gesundheitschancen für sozial Benachteiligte verbessern!

Der Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" ist mit seinem neuen Webportal, maßgeblich unterstützt durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), online gegangen.…

Themenschwerpunkt - Verwirklichungschancen für Gesundheit

Im Mittelpunkt des 16. Kongress stand die Frage, welche Potenziale das Konzept der Verwirklichungschancen für die Gesundheitsförderung und Prävention birgt. Beiträge zu dem Thema finden Sie hier.

… weitere Beiträge von
Rike Hertwig

Fusszeile

Sprung zum Seitenbeginn

Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.