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10.05.2011

Resilienzförderung bei arbeitslosen Jugendlichen

Der Regionale Knoten Rheinland Pfalz macht arbeitslose Jugendliche stark

Annika Welz, Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.

Schlagwörter: Jugendhilfe, Resilienz

Ein Leben ohne Arbeit lässt unsicher in die Zukunft blicken und nimmt wertvolle Möglichkeiten, soziale Kontakte einzugehen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Insbesondere für Jugendliche, die noch am Anfang ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung stehen, hat Arbeitslosigkeit weitreichende Folgen. Wer keine Arbeit oder keine Ausbildungsstelle hat, dem fehlen die Grundvoraussetzungen zum Start in ein selbständiges und unabhängiges Leben und Möglichkeiten, Selbstvertrauen zu entwickeln.

Um diese ungünstigen Lebensumstände aufzufangen und arbeitslose Jugendliche bei ihrer Lebensbewältigung und ihrer Motivation zur beruflichen Wiedereingliederung zu unterstützen, ist es sinnvoll, auf die „Resilienzforschung“ zuzugreifen. Der Begriff „Resilienz“ wurde in den 50er Jahren in die Psychologie eingeführt. Forscher entdeckten, dass manche Kinder sich positiv entwickelten, obwohl sie unter risikobehafteten Lebensbedingungen wie Armut, zerrütteten Familienverhältnissen etc. aufwuchsen. Mit dem Begriff „Resilienz“ bezeichnete man darauf hin ein Persönlichkeitsmerkmal, das dazu führt, dass Menschen mit Belastungen, Enttäuschungen und Traumata in angemessener Weise umgehen und ihre psychische Gesundheit erhalten. Es wurde zugleich deutlich, dass sich äußere Einflüsse positiv auf die Resilienz eines jungen Menschen auswirken können und damit ein gesundes Heranwachsen begünstigen.

Resilienzförderung bei arbeitslosen Jugendlichen heißt, die psychische Widerstandsfähigkeit der Jugendlichen gegenüber der Krise der Arbeitslosigkeit zu stärken. Insbesondere ist es wichtig, sie in ihrer Selbstwirksamkeitserfahrung zu unterstützen. Resiliente Personen haben erlernt, dass sie es sind, die über ihr eigenes Schicksal bestimmen können. Sie finden sich auch in einer Welt von Schwierigkeiten und Widerständen erfolgreich zurecht, geben trotz Rückschlägen nicht auf und bewältigen Lebenskrisen ohne Selbstwertverlust. Resilienzförderung basiert auf einem salutogenetischen Gesundheitsverständnis und fragt, was Menschen gesund erhält und nicht, was sie krank macht.

Das Netzwerk Regionaler Knoten Rheinland-Pfalz: „Kinder- und Jugendgesundheit in sozial benachteiligten Lebenslagen“, das bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)  in Mainz angesiedelt ist, widmete sich auf einem Fachforum am 26. Januar 2011 dem Thema „Empowerment und Resilienzförderung bei arbeitslosen Jugendlichen“.  Ein vertiefender Workshop zu der Veranstaltung findet am Mittwoch, 22. Juni 2011, von 15.00 - 17.30 Uhr statt. Weitere Informationen (u. a. den Vortrag des Fachforums) erhalten Sie auf der Homepage des Regionalen Knotens RLP:  www.lzg-rlp.de/projekte/sonderprojekte/regionaler-knoten.

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