Die soziale Lage in Schleswig-Holstein
Dem Landesarmutsbericht von 1999 zufolge lebten 22% der Haushalte in Schleswig-Holstein von einem Niedrigeinkommen (weniger als 60% des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens), 11,3% in Armut (weniger als 50% d.d.H.) und 3,8% in strenger Armut (weniger als 40% d.d.H.).
Folgende Personengruppen unterliegen einem besonderen Armutsrisiko:
- Allein Erziehende: 34,5 % der Haushalte waren von Armut betroffen, Einelternfamilien wiesen zudem die höchste Quote der Sozialhilfeabhängigkeit aller Bedarfsgemeinschaften auf.
- Arbeitslose: 39,5 % der Haushalte lebten in Armut.
- Gering Qualifizierte: 30,6% aller schleswig-holsteinischen Haushalte, in denen die Bezugsperson über keine abgeschlossene Ausbildung verfügte, waren arm.
- Migrantinnen und Migranten: Der Anteil von Personen ausländischer Herkunft, die in Armut lebten bzw. Sozialhilfe bezogen, war mehr als dreimal so hoch wie der entsprechende Anteil der deutschen Bevölkerung.
- Kinder und Jugendliche: Die Armutsentwicklung bei Kindern verzeichnet den größten Anstieg: gemessen am Sozialhilfebezug hat sich der Anteil armer Kinder im Alter von 0-7 Jahren in Schleswig-Holstein seit 1980 mehr als verfünffacht. Mehr als die Hälfte der von Armut betroffenen Kinder lebten bei allein erziehenden Müttern.
Den vollständigen Landesarmutsbericht Schleswig-Holstein mit Stellungnahme der Landesregierung (1999) gibt es hier als PDF-Datei (7.284 KB).



