Servicenavigation

Sprung zur Hauptnavigation

Hauptnavigation

Sprung zum Seiteninhalt

  1. Über den Verbund
    1. Hintergründe, Daten & Materialien
    2. Struktur
    3. Koordination
    4. Kooperationstreffen
  2. Wir in den Ländern
  3. Praxisdatenbank
    1. Über die Praxisdatenbank
    2. Recher­che
    3. Angebote eintragen
    4. Daten ändern
    5. Häufige Fragen
    6. Neue Angebote in der Datenbank
  4. Good Practice
    1. Was ist der Good Practice-Ansatz?
    2. Good Practice-Kriterien
    3. Good Practice-Beispiele
    4. Hintergründe und Materialien
    5. Good Practice-Werkstätten
    6. Good Practice-Glossar
  5. Kongress Armut & Gesundheit
    1. Programm
    2. Anmeldung
    3. Organisation und Kontakt
    4. Partner
  6. Service
    1. Artikel und Meldungen
    2. Termine
    3. Wettbewerbe
    4. Links
    5. Materialien
    6. Presse
    7. News­letter
    8. RSS-Feeds

Seiteninhalt

Sprung zur Fusszeile

Beispielhafte Projekte in NRW - eine Auswahl:


Motivia - ein Hilfsprojekt für schulmüde Jugendliche (Aachen)

Träger des Projektes:
IN VIA, Verband Katholischer Mädchensozialarbeit e.V.                                               
Richardstr. 7
52064 Aachen

Projektleitung:  Hildegard Kaufmann
Handlungsfelder: Stärkung der Selbstwirksamkeit, Ernährung, Bewegung
Zielgruppe: schulverweigernde Jugendliche von Haupt- und Sonderschulen der Stadt Aachen im Alter von 12 bis 16 Jahren (Mädchen und Jungen)

Hintergrund

Das Phänomen der Schulverweigerung ist nicht neu, sondern so alt wie die Schule selbst. Neu, und daher von besonderer Relevanz, ist der quantitativ und qualitativ steigende Umfang der Schul- verweigerung in den letzten Jahren und die Verknüpfung mit anderen, die Sozialisation negativ beeinflussenden Faktoren (wie z.B. Drogen, Gewaltbereitschaft, Ausländerfeindlichkeit usw.).
Schulverweigerung bedeutet jedoch nicht nur das „blaumachen“ einzelner Schulstunden, Schulverweigerung äußert sich durch massive, zum Teil monatelange Absenz von der Schule.
Untersuchungen zur Folge verlassen fast zehn Prozent eines Altersjahrgangs alljährlich die Schule ohne Abschluss und haben damit nur geringe Chancen, eine Berufsausbildung zu absolvieren und später ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit zu sichern.
Die Erfahrungen der Schulen in Aachen mit extremer Schulabsenz (Schulverweigerung) zeigten, dass klassische Interventionsmethoden wie z.B. Elterngespräche, Einschaltung des Jugendamtes, Buß- gelder usw. in diesen Fällen oftmals nicht mehr zu einer Verbesserung der Situation führten. Vor diesem Hintergrund wurde das Modellprojekt Motivia ins Leben gerufen. Motivia ist eins von acht Bundesmodellen, wo ein neuer, innovativer Versuch zur Verbesserung der Lage schulverweigender Jugendlicher mit extremer Schulabsenz unternommen wurde.

Projektbeschreibung

Das Projekt Motivia startete als Modellprojekt im Januar 1998. Träger des Modells ist IN VIA, Verband Katholischer Mädchensozialarbeit e.V. in Aachen. Nach einer vierjährigen Modellförderphase durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde die Anschluss- finanzierung ab 2002 vom Jugendamt der Stadt Aachen über §29 KJHG (Hilfen zur Erziehung) übernommen.
Motivia verfolgt das grundlegende Ziel, die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen psychisch zu stabilisieren und ihnen Kompetenzen zu vermitteln, so dass soziales und kognitives Lernen ermöglicht wird, tragfähige Beziehungen (z.B. zu den Eltern, im sozialen Umfeld, in Lerngruppen usw.) aufgebaut werden können und die Entwicklung einer realistischen „reifen“ Persönlichkeit möglich ist.

Um dies zu erreichen, wird ein ganzheitlicher und lebensraumorientierter Ansatz bei der Arbeit mit den Kindern verfolgt, wobei die Elternarbeit eine ganz entscheidende Rolle spielt. Dadurch und durch die genannten Projektziele geht ein klarer Gesundheitsbezug des Projektes hervor, denn durch die Verwirklichung dieser werden die Jugendlichen in ihrer persönlichen Handlungskompetenz gestärkt, welches sich positiv auf ihre Bewältigungs- und Gesundheitsressourcen auswirkt. Zudem hat die Stärkung des Selbstbewusstseins einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Jugendlichen und ist somit unabdingbar für die Erreichung des Zieles eines Hauptschulabschlusses und einer Persönlichkeitsbildung. Überdies wird das Bewusstsein der Jugendlichen für gesunde und vollwertige Ernährung sowie der Erlernung von Alltagsbewältigungskompetenzen in Form eines Hauswirtschaftsunterrichts gefördert.

Das Projekt Motivia stellt für die Jugendlichen einen Coach für ihr persönliches soziales Netzwerk aus Schule, Elternhaus, Jugendamt, Peer-Groups, Sozialraum und vielen weiteren beteiligten Institutionen (z.B. Polizei, mögliche Arbeitgeber usw.) dar und ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer oft die letzte Chance vor ihrem endgültigen sozialen und persönlichen Scheitern.
Zielgruppe des Projektes sind schulpflichtige Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren die von Haupt- und Sonderschulen der Stadt und des Kreises Aachen betreut werden. Die Zielgruppe ist gekennzeichnet durch längere Schulabsenz und das Scheitern sämtlicher bisheriger Maßnahmen gegen diese Schulverweigerung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen in der Regel aus einem zerrütteten Elternhaus und zeigen Symptome der Vernachlässigung sowie starke Verhaltensauffälligkeiten und ein geringes Selbstwertgefühl. Zudem sind einige von ihnen nach außen hin durch Gewalttätigkeit, Drogendelikte und andere Straftaten aufgefallen.
Aus der Analyse des einzelnen Jugendlichen heraus orientiert sich jede Arbeit im Projekt sowohl hinsichtlich ihres inhaltlich-curricularen als auch hinsichtlich des räumlich-zeitlichen Rahmens an der individuellen Persönlichkeit und der subjektiven Situation des schulverweigernden Jugendlichen. Um die Defizite der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beseitigen wird konsequent an den Stärken und Fähigkeiten angesetzt.
Die Arbeit der beteiligten Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie der Lehrerinnen und Lehrer im Projekt gliedert sich in fünf Arbeitsbereiche, die alle wechselseitig miteinander verknüpft sind.
Die sozialpädagogische Betreuung, Begleitung und Beratung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellt das Zentrum der Förderung im Projekt MOTIVIA dar. Eine speziell in dieser Thematik vom Jugendamt Aachen geschulte  Sozialpädagogin und ein Sozialpädagoge erstellen mit dem Jugendlichen einen eng mit dem Jugendamt abgestimmten Hilfe- und Förderplan. Zum Konzept der sozialpädagogischen Begleitung gehören folgende Elemente:

  • Begleitung des Unterrichtsablaufes im Sinne von Krisenintervention und Begleitung der Gruppenprozesse
  • Schriftliche Ausarbeitung des individuellen Hilfe- und Förderplans in Kooperation mit dem Jugendamt und der Schule
  • Einzelfallhilfe und -beratung der Jugendlichen im Hinblick auf den Hilfeplan, Lebens- und Familienkrisen, Behörden usw.
  • Planung und Durchführung sozialer und geschlechtsspezifischer Gruppenarbeit mit lebens- und gesundheitsrelevanten Themen
  • Elternberatung und -kooperation („Elternverträge“)
  • Koordination der Berufsvorbereitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
  • Zusammenarbeit mit dem Jugendamt (Hilfeplan) und der Schule, Pflege und Ausbau der Kooperationsbeziehungen des Projektes


Der Unterricht findet in den Projekträumen von Motivia statt und wird durch Lehrerinnen und Lehrer der kooperierenden Schulen sichergestellt. Er wird ständig durch die Sozialpädagogen und -pädagoginnen des Projektes begleitet und unterstützt. Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten ganz eng mit den Sozialpädagoginnen und -pädagogen zusammen.
Die Betreuung der 12 Jugendlichen findet in der Gesamtgruppe und / oder in Kleingruppen statt, wobei immer eine Sozialpädagogin bzw. ein Sozialpädagoge anwesend ist.
Die Lehrer und Lehrerinnen orientieren sich am geltenden Lehrplan der Sonder- bzw. Hauptschule. Durch die Struktur des Projektes wird ein kontinuierlicher Schulbesuch und ggf. ein gültiger Schulabschluss sichergestellt. Der Unterricht kann durch folgende Merkmale beschrieben werden:

  • individuelle Vorgehensweise, keine starren Zeitpläne, flexible Vermittlung der Inhalte
  • projekt- und handlungsorientiertes Arbeiten
  • kurze Lernphase entsprechend der individuellen Konzentrationsfähigkeit

Dem ganzheitlich-motivierenden Ansatz des Projektes folgend unterstützen  kreativ-, freizeit-, sport- und erlebnispädagogische sowie gesundheitszentrierte Angebote die Projektziele. Diese Angebote werden nach Analyse individueller Problemfelder von der sozialpädagogischen Betreuung zusammen mit professionellen Honorarkräften meist für Kleingruppen ausgearbeitet. Jedes dieser Angebote setzt sich konkrete Ziele, z.B. Stärkung der Teamfähigkeit bei Sportangeboten, Stärkung des Gesundheits- bewusstseins durch Ernährungsangebote oder Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse durch Kreativangebote.
Für den Kreis Aachen hat sich aus diesem Konzept in Kooperation mit den Jugendämtern im Kreis ein zweites Projekt mit Sitz in Alsdorf entwickelt. Seit September 2006 gibt es zudem die Gruppe Motivia plus, die mit ESF - Mitteln im Rahmen des Modellprogramms „Schulverweigerung  - die 2. Chance“ gefördert wird. Unterschied zu den bereits bestehenden Projekten ist eine Intensivierung des Case-Managements und die Einrichtung einer Koordinierungsstelle, die die Hilfeplanung im Netzwerk bündelt. Außerdem wird vor dem Ziel der Reintegration in die Regelschule der Fokus auf jüngere Schülerinnen und Schüler ab dem sechsten Schulbesuchsjahr gelegt.

>>> Projektbeschreibung (PDF-Datei, 79 KB)

Nähere Informationen sowie die Kontaktdaten zu den Projektverantwortlichen erhalten sie beim Regionalen Knoten NRW.


weniger

Senioren-Service-Treff im Dichterviertel (Duisburg)

Träger des Projektes:
EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH
Willy-Brandt-Ring 44 (Schwelgern-Stadion)
47169 Duisburg-Marxloh

Projektleitung:  Sabine Malon

Handlungsfelder: Ernährung, Gesundheit, Bewegung etc.

Zielgruppe: Ältere, pflegebedürftige Migrantinnen und Migranten in ausgewählten Duisburger Stadtteilen

Hintergrund

Die Stadt Duisburg ist, wie zahlreiche andere Städte in der Bundesrepublik, in besonderem Maße vom demografischen Wandel und dadurch bedingten Strukturproblemen betroffen.
In NRW wird das Bund-Länder-Programm "Stadtumbau-West" eingesetzt, um die Kommunen bei der Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen auf der Grundlage gesamtstädtischer Entwicklungskonzepte zu unterstützen.
Innerhalb der Stadt Duisburg wurde das "Dichterviertel" als erstes Stadtumbau-Quartier festgelegt und seit Anfang des Jahres 2006 durch Einrichtung eines Quartiersmanagements gefördert. Der Senioren-Service-Treff stellt ein Teilprojekt dieses Vorhabens dar.

Warum Stadtteilservice?

In vielen Stadtteilen von Duisburg, wie z.B. Marxloh leben ältere Menschen mit und ohne Migrationshintergrund schon längere Zeit zusammen. In ihrer vertrauten Umgebung fühlen sich viele ältere Menschen am behaglichsten und wollen solange wie möglich selbstständig wohnen. Eine selbstbestimmte Lebensführung ist eine Voraussetzung, um im Alter zufrieden zu sein. Allerdings benötigen ältere Menschen häufig Unterstützung durch Familienangehörige oder durch Servicedienste aufgrund chronischer Erkrankungen, Mobilitätseinschränkungen oder Demenzerkrankungen. Die tägliche Organisation der Hilfe und Pflege ist für ältere Menschen, aber auch für helfende Angehörige häufig eine Überforderung. Folglich ist die Nachfrage kompetenter Beratung und schneller Hilfe vor Ort sehr groß.

Projektbeschreibung

Das Teilprojekt „Senioren-Service-Treff im Dichterviertel“ bietet im Stadtteil eine Begegnungsstätte, ein Café sowie einen offenen Treffpunkt für ältere zum Teil pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund. Es findet einmal in der Woche in den Räumlichkeiten des Senioren-Service-Treffs ein Frühstück und einmal ein Erzählcafé statt. Im Erzählcafé wird zum einen über die Migration und Migrationsgeschichte diskutiert und gelesen, zum anderen werden aber auch wichtige Informationen über Themen, wie Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Psychiatrie und Migration, gesunde Ernährung sowie Sport durch unterschiedliche darauf spezialisierte Referentinnen oder Referenten vermittelt.
Das zentrale Ziel des Projektes „Senioren-Service-Treff im Dichterviertel“ ist der Aufbau von wohnortnahen Dienstleistungen in einem Stadtteil mit hohem Anteil an älteren Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund. Um die Bedürfnisse der Zielgruppe zielgenau zu ermitteln, hat das Rhein-Ruhr-Institut anfänglich eine ausführliche Bedarfsanalyse durchgeführt. Diese führte u.a. zu der Erkenntnis, dass zum Teil erhebliche Informationsdefizite über das Altenhilfesystem in Deutschland unter den alternden Migranten bestehen. Besonders über die Pflegeversicherung und die offene, ambulante und stationäre Altenhilfe war wenig bekannt.
Zu den angebotenen Dienstleistungen des Senioren-Service-Treffs gehören neben der bereits erwähnten Möglichkeit zum Austausch in Form eines offenen Treffens für alle mobilen Seniorinnen und Senioren beispielsweise Hilfen im Haushalt, Kleinreparaturen, Begleitdienste, einfache Hilfen bei der persönlichen Hygiene (vorpflegerische Tätigkeiten unterhalb der Leistungen von Pflegediensten), Hilfe beim Einkauf, Erhalt und Pflege sozialer Kontakte. Hierzu kommen die Mitarbeiter des Projektes auch in die Wohnungen der betroffenen Personen.

Wer betreibt das Projekt?

EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH betreibt den Senioren-Service-Treff und baut ein stadtteilbezogenes Netzwerk von Hilfsangeboten auf.
Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung der Universität Duisburg/Essen (RISP) hat eine Bedarfsanalyse für das Dienstleistungsangebot erarbeitet und begleitet das Programm wissenschaftlich; Qualifizierungsbausteine für migrantenspezifische Problemstellungen werden erarbeitet und erprobt.
Katholische Jugendberufshilfe Duisburger Werkkiste e.V. stellt Dienstleistungen zur Verfügung und qualifiziert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vorpflegerischen Bereich.
Rhein Lippe Wohnen GmbH hat die Räume der Begegnungsstätte zur Verfügung gestellt.

>>> Projektbeschreibung (PDF-Datei, 66 KB)

Nähere Informationen sowie die Kontaktdaten zu den Projektverantwortlichen erhalten sie beim Regionalen Knoten NRW.


weniger

So werden Jugendliche schwer mobil

Träger:
BKK Landesverband Nordrhein-Westfalen
Sportjugend im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen e.V.
Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW
Gmünder Ersatzkasse
METRO Group

Projektleitung: LandesSportBund Nordrhein-Westfalen e.V.
Laufzeit: 2004 - 2008
Handlungsfelder: Bewegung, Ernährung, Qualifizierung
Zielgruppe: Kinder und Jugendliche

Hintergrund

Bald jedes neunte Kind unter elf Jahren gilt als überwichtig. Von orthopädischen und motorischen Problemen über Diabetes mellitus Typ II bis zu Bluthochdruck können die Folgeprobleme reichen. Neben diesen körperlichen gibt es auch schwerwiegende psychoemotionale und damit verbunden psychosoziale Folgen. Zumeist sind die Mädchen und Jungen verunsichert, schämen sich und werden ausgegrenzt oder isolieren sich selbst. Der soziale Rückzug unterstützt den Bewegungsmangel und möglicherweise die Fehlernährung durch Frustessen. Um den Problemkreis zu durchbrechen, braucht es Anstrengungen mit vereinten Kräften - darum sind bei schwer mobil starke Partner im Boot, um über besondere Angebote von Sportvereinen mit Unterstützung der Krankenkassen den Kindern und ihren Eltern Perspektiven zu bieten.

Projektbeschreibung

Mit einer Anschubfinanzierung werden Sportvereine in NRW, die ein eigenes Bewegungsangebot für übergewichtige Kinder mit den Inhalten Bewegung, Ernährungsberatung und Elternarbeit durch entsprechend qualifizierte Übungsleiter anbieten wollen, unterstützt. Darüber hinaus wird ein umfassendes schwer mobil Service-Paket, das u.a. kostenlose Fortbildungen, unterstützende Materialien, Hilfe bei der Zusammenarbeit mit den Krankenkassen beinhaltet, zur Verfügung gestellt.
Förderbedingungen sind eine Mindestlaufzeit der Bewegungsangebote von einem Jahr und die Teilnahme an regelmäßigen Projekttreffen sowie der wissenschaftlichen Evaluation.
Eigene Ideen und Initiativen können in Form einer Bewerbung beim LandesSportBund Nordrhein-Westfalen zur Förderung eingereicht werden. Insgesamt ist die Unterstützung von 250 Modellprojekten geplant.

>>> Projektbeschreibung (PDF-Datei, 117 KB)

Nähere Informationen sowie die Kontaktdaten zu den Projektverantwortlichen erhalten Sie beim Regionalen Knoten NRW.


weniger

Gesundheitsorientierte Selbstmanagementberatung in Veränderungsprozessen (Essen)

Träger und Anschrift:
Team Gesundheit, Max-Fiedler Str. 6, 45128 Essen

Zielgruppe: von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte
Handlungsfeld: Setting Betrieb
Projektleitung:
Jan Prüßmann
Laufzeit: ca. 6 Monate

Hintergrund

Neuere Untersuchungen belegen: Menschen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, besitzen ein höheres Risiko zu erkranken. Die geistige und körperliche Belastung von Menschen, die unter Beschäftigungsunsicherheit leiden bzw. von Arbeitslosigkeit bedroht sind, ist ähnlich stark wie bei Langzeitarbeitslosen. Herkömmliche Angebote zum Gesundheits- und Bewältigungsverhalten werden in dieser prekären Lage von den Betroffenen kaum genutzt. Eine zusätzliche Motivation, sich auch um die eigene Gesundheit zu kümmern, ist daher besonders wichtig.
Der BKK Bundesverband führt daher gemeinsam mit einzelnen Betriebskrankenkassen und verschiedenen Unternehmen diese Maßnahme durch, in Kooperation mit der ktpBKK und der mhplusBKK unter anderem in Gelsenkirchen und Ludwigsburg.

Projektbeschreibung

An den jeweiligen Standorten wird den Beschäftigten in einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr ein umfassendes Beratungsangebot gemacht, das sie kostenlos während ihrer Arbeitszeit in Anspruch nehmen können. Die Beratung zielt auf eine Stabilisierung der Gesundheit, indem die Betroffenen ermutigt und befähigt werden sollen, gesundheitsförderliche Aktivitäten zu nutzen und in ihren Lebensalltag zu integrieren. Die Verminderung von Stress und der Aufbau von Ressourcen spielen dabei eine ebenso große Rolle wie ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben.
Die Beratung selbst setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen, so werden Einzelberatungen mit zunächst angeleiteten Gruppensitzungen kombiniert, die zum Ende der Maßnahme (idealerweise) in Selbsthilfe übergeht. Die Inhalte reichen von der Diagnose der eigenen Situation und des Gesundheitsverhaltens über das Erleben geteilter Problemlagen („Ich bin nicht der/die einzige, der/dem es so geht“) bis zur Planung von persönlichen Zielen, dem Erlernen neuer Verhaltensmuster und dem Erleben gegenseitiger Unterstützung.
In der Praxis hat sich das Ineinandergreifen verschiedener Methoden sowie die Kombination aus Gruppensitzungen und individueller Beratung bewährt.

>>> Projektbeschreibung (PDF-Datei, 221 KB)

Nähere Informationen sowie die Kontaktdaten zu den Projektverantwortlichen erhalten Sie beim Regionalen Knoten NRW.

weniger

Gesundheitsförderung für Migrantinnen (Duisburg)

Träger:
pro familia Bonn

Projektleitung: Stéphanie Berrut
Zielgruppe: Frauen, Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund und geringem Zugang zum psychosozialen System
Handlungsfelder: Empowerment, Ressourcenstärkung, selbstbestimmtes Sexualverhalten
Projektlaufzeit: seit 2000

Hintergrund

In den letzten Jahrzehnten nahm das Ausmaß der Migrationsbewegungen weltweit zu und auch in Deutschland verfügt heute schon jeder achte Einwohner über einen Migrationshintergrund. Vielen Migrationsbiographien ist gemein, dass sie Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang z.B. psychische Belastungen aufgrund der Trennung von Familienangehörigen, aber auch die vielfach noch existierende Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten.
Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse über die Funktionsweise und die Angebote des deutschen Gesundheitswesens erschweren vielen Migrantinnen und Migranten den Zugang zu Angeboten psychosozialer Einrichtungen. Die pro familia Bonn hat die Erfahrung gemacht, dass gerade die präventiv angelegten Angebote weniger genutzt werden. So geht aus den Statistiken der pro familia hervor, dass es ein Ungleichgewicht in der Nutzungsstruktur der Angebote gibt und die Anzahl der ausländischen Frauen, die im Bereich der Schwangerschaftskonfliktberatung zur pro familia kommen im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil deutlich größer ist als im präventiven Bereich der Familienplanung.

Projektbeschreibung

Ausgehend von der oben dargestellten Situation engagiert sich die pro familia Bonn seit März 2000 in der Gesundheitsförderung für MigrantInnen. In einem Projekt, dass sich überwiegend an Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund richtet wird das Ziel verfolgt, die Frauen über Angebote im psychosozialen / gesundheitlichen Bereich zu informieren und ihr Maß an selbstbestimmten Handeln zu erhöhen. Dies geschieht im Wesentlichen im Bereich der sexuellen Gesundheit. Auf der Basis des im Projekt neu erworbenen Wissens sollen die Frauen selbstbestimmte Entscheidungen darüber treffen können, welche Angebote sie nutzen möchten, aber auch wie sie autonom ihre sexuellen und partnerschaftlichen Beziehungen (mit-)gestalten wollen. Informationen und die Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten bilden dementsprechend zentrale Projektschwerpunkte.
In dem überwiegend aufsuchenden Projekt stehen Themen wie: die Strukturen des deutschen Gesundheitssystems, Kinderwunsch, Verhütung, Familienplanung, Sexualerziehung eigener Kinder, Schwangerschaftsabbruch im Mittelpunkt. Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch die Vermittlung deutscher Vokabeln zu den einzelnen Themenfeldern.
“Aufsuchend” bedeutet in diesem Kontext, die präventiven Angebote der Pro Familia zu den MigrantInnen “zu tragen”. Dies geschieht in Form von Veranstaltungen, die in den Alltagsstrukturen der Frauen und Mädchen stattfinden. Neben dem Argument einer vertrauten Gruppe und Umgebung spielt hier beispielsweise auch eine Rolle, dass bei einer Reihe ausländischer Frauen eine “Ausgehkultur“ zu öffentlichen Angeboten nicht üblich ist. Dementsprechend reichen die Orte der Veranstaltungen von Räumlichkeiten der Kontaktorganisationen über internationale Treffpunkte bis zu den Wohnungen der Teilnehmerinnen.

>>> Projektbeschreibung (PDF-Datei, 38 KB)

Nähere Informationen sowie die Kontaktdaten zu den Projektverantwortlichen erhalten Sie beim Regionalen Knoten NRW.


weniger

Vernetzungstreffen für HIV-betroffene Frauen (Bonn)

Träger:
AIDS-Hilfe Duisburg/Kreis Wesel e.V.

Projektleitung: Anika Walther
Zielgruppe: HIV-betroffene Frauen in NRW
Handlungsfelder: Empowerment, Ressourcenstärkung, Vernetzung

Hintergrund

Trotz aller Fortschritte in der AIDS-Forschung, bei der Behandlung von HIV-Infektionen und in der AIDS-Prävention, konnte die Krankheit in den letzten Jahren nicht eingedämmt werden. Nach aktuellen Schätzungen des Robert-Koch Institutes leben ca. 49.000 Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland. Unter den etwa 10.500 Betroffenen in NRW, sind ca. 2.000 Frauen. Die Lebenswirklichkeit und die Bedürfnisse von Frauen mit HIV und AIDS unterscheiden sich in vielen, wesentlichen Aspekten von denen der Männer. Da betroffene Frauen in den einzelnen Städten, aber auch in Institutionen wie den AIDS-Hilfen in der Minderheit sind, werden im Ruhrgebiet halbjährlich stattfindende Treffen für HIV-positive Frauen von den AIDS-Hilfen in Dortmund, Duisburg/Kreis Wesel und Essen sowie der AWO Essen organisiert.

Projektbeschreibung

Die Vernetzungstreffen zielen darauf ab, die vorhandenen Ressourcen von HIV-positiven Frauen zu stärken und insbesondere das Selbstbewusstsein der Frauen im Umgang mit ihrer Infektion zu fördern. Die Vernetzungstreffen bieten dabei ein Forum, in dem spezielle Informationen im Zusammenhang mit der Erkrankung thematisiert werden. Partnerschaft und Kinderwunsch zählen dabei ebenso zu den Themen wie die medikamentöse Behandlung und die Nebenwirkungen der Therapie.
Die aktuellen Informationen motivieren die Frauen zu einem selbstbewussten bzw. selbstbestimmten und informierten Umgang mit anderen Menschen, aber auch mit Ärzten, Krankenkassen und Ämtern. Zudem besteht auf der “sozialen Ebene” die Gelegenheit, Kontakte zu anderen betroffenen Frauen zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen bzw. sich gegenseitig zu unterstützen.

Mit den Vernetzungstreffen ist es nicht nur gelungen, eine schwer erreichbare Zielgruppe zusammenzuführen, sondern auch HIV-positive Frauen aktiv an der Gestaltung der Treffen zu beteiligen. In einer “Zukunftswerkstatt” erarbeiteten die Frauen sowohl die Gestaltung der Treffen als auch die zukünftigen Themen, die sie bearbeiten wollen. Darüber hinaus werden die Bedürfnisse der HIV-positiven / an AIDS-erkrankten Frauen regelmäßig durch Feedback-Bögen ermittelt bzw. evaluiert, um sie zeitnah in einem folgenden Treffen umzusetzen.
Die Organisation der jeweiligen Vernetzungstreffen wird gemeinsam von einzelnen HIV-positiven Frauen und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen übernommen.


>>> Projektbeschreibung (PDF-Datei, 126 KB)

Nähere Informationen sowie die Kontaktdaten zu den Projektverantwortlichen erhalten Sie beim Regionalen Knoten NRW.

weniger

>>> Wenn Ihnen Projekte bekannt sind, Sie Ihr eigenes Projekt veröffentlichen und in die Datenbank einstellen möchten oder dabei gern Unterstützung hätten, dann nehmen Sie doch Kontakt zur Knotenkoordination auf!

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Träger

      

Förderer

          

Fusszeile

Sprung zum Seitenbeginn

Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.