Soziale Lage in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern ist das nordöstlichste und mit einer Landesfläche von rund 23.182 Quadratkilometern und 1.656.000 Einwohnern1 das am dünnsten besiedelte Bundesland in Deutsch- land. Grund hierfür ist zum einen die Abwanderung besonders junger Männer und Frauen, zum anderen liegt dies am Rückgang der Geburtenraten.
Die Abwanderung und der weitere Rückgang der Geburtenzahlen sind die Ursachen dafür, dass gerade in den ländlichen Regionen die Infrastruktur weiter zurückgeht und das soziokulturelle Leben insbesondere für junge Menschen immer spärlicher wird.
Folgende Daten sollen die soziale Lage in Mecklenburg-Vorpommern beschreiben:
- Bevölkerung:
Von Juli 2008 bis Juli 2009 hat sich der Bevölkerungsstand um 15.800 Personen bzw. 0,95 Prozent verringert. Der Bevölkerungsrückgang hat sich damit weiter verstärkt. Diese Entwicklung verlief in den Kreisen des Landes jedoch differenziert. Insgesamt waren in diesem Zeitraum 34.374 Zuzüge und 46.078 Fortzüge über die Landesgrenze zu verzeichnen.
- Wirtschaftliche Gesamtleistung (Bruttoinlandsprodukt):
Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2008 in Mecklenburg-Vorpommern 35.867 Millionen EUR, das waren 1,4 Prozent des gesamtdeutschen Ergebnisses. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2008 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Erwerbstätigkeit:
Die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Mecklenburg-Vorpommern stieg 2008 auf 732.200. Das sind 4.200 Erwerbstätige mehr als im Vorjahr, was einem Zuwachs von 0,6 Prozent entspricht.
Von diesen 732.200 Erwerbstätigen sind 511.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
- Arbeitslosigkeit:
Die Zahl der registrierten Arbeitslosen 2009 betrug 118.200. Das waren 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr (Arbeitslose 2008: 124.210) und ist damit, trotz beginnender Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, so niedrig wie nie zuvor seit dem Bestehen des Bundeslandes.
Von den insgesamt 118.200 registrierten Arbeitslosen gehörten 2009 35.200 Personen zum Rechtskreis des SGB III (Arbeitslosengeld). Mit rund 82 900 Personen zählte der überwiegende Teil aber zum Rechtskreis SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende).
Die Arbeitslosenquote betrug 2009 im Jahresdurchschnitt 13,6 Prozent und konnte somit um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. (2008: 14,1 Prozent) Die Quote der Arbeitslosen nach SGB III lag bei 4,0 Prozent und die Arbeitslosenquote nach SGB II betrug 9,5 Prozent und war damit mehr als doppelt so hoch wie nach SGB III.
Vergleich der letzten Jahre
1,2 Einwohnerzahl von Juli 2009: http://www.statistik-mv.de/cms2/STAM_prod/STAM/_downloads/Veroeffentlichungen/zahlenspiegel_aktuell.pdf
3 einschließlich Personen „ohne Angabe“ zum Wirtschaftsgliederung


