Termin
Gesundheitsrisiko Erwerbslosigkeit: Über den Zusammenhang von Erwerbslosigkeit und Gesundheit
10.09.2010
Hamburg
Veranstalter: Regionaler Knoten Hamburg
Autor: Petra Hofrichter
Kategorie: Fachtagung
Schlagwörter: gesundheitliche Einschränkung
Studien belegen, dass Langzeitarbeitslose besonderen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind. Gesundheitliche Einschränkungen sind nicht nur häufig Ursache für Arbeitslosigkeit, sondern auch Folge. Dieses Thema hat der Regionale Knoten aufgegriffen und Kooperationspartner in Hamburg gesucht und gefunden: Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Hamburg, der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG), dem Bezirk Hamburg-Mitte, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und der team.arbeit.hamburg führte die HAG diese Fachtagung durch.
Alfons Hollederer, Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW, stellte im Einführungsvortrag die Zusammenhänge zwischen Erwerbslosigkeit und Gesundheit dar. Er verdeutlichte den Handlungsbedarf anhand der Hamburger Zahlen: 8,4 % der Erwerbslosen und arbeitssuchenden Menschen gaben laut Mikrozensus an, erkrankt oder verletzt zu sein; demgegenüber äußerten dies nur 3,2 % der Erwerbstätigen. Dieses Problem wurde von der Bundesagentur für Arbeit in ihrem jüngst veröffentlichten Konzept der Gesundheitsorientierung aufgegriffen, welches Hollederer ebenfalls vorstellte. Ziel ist es, den Teufelskreis Krankheit - Arbeitslosigkeit zu durchbrechen. Vorbilder sind Gute Praxisprojekte, die auf der Tagung vorgestellt wurden:
- der JobFit-Ansatz in der Arbeitsförderung, ein Konzept, welches vom BKK Bundesverband erarbeitet wurde
- das Projekt "Aktive Bewältgung von Arbeitslosigkeit - AktivA" von der TU Dresden und
- "AmigA - Arbeitsförderung mit gesundheitsbezogener Ausrichtung" der Mittelmärkischen Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit.
Unter dem Motto "Gute Zusammenarbeit in Hamburg-Mitte fördern - lokale Zusammenhänge nutzen" formulierten die Teilnehmenden für den Bezirk Hamburg-Mitte gemeinsam Bedarfe, benannten Ressourcen und entwickelten neue Kooperationen. Nächste Schritte werden die Veranstalter mittelfristig abstimmen.
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