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11.08.2011

Qualitätsentwicklung in der Suchtprävention geht voran

BZgA-Tagung am 02. und 03. Mai 2011 in Dresden

Rüdiger Schmolke, Chill out Potsdam

Schlagwörter: BZgA, Prävention, Suchthilfe, Veranstaltungsbericht, Workshop

Die Suchtprävention hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiter entwickelt: Wurde sie vor allem bis in die 1990er Jahre „aus dem Bauch“ heraus und unsystematisch konzipiert - nicht selten allein dort, wo Politik und Verwaltung einen Bedarf reklamierten - so hat sich inzwischen ein methodisch und wissenschaftlich fundiertes, ressourcen- und zielorientiertes Verständnis durchgesetzt.

In der pädagogischen Praxis fehlt es hingegen an vielen Stellen nach wie vor an Wissen und Instrumenten, um moderne Suchtprävention umsetzen zu können. Unabdingbar hierfür ist ein Basiswissen darüber, was wirksame und qualitativ „gute“ Suchtprävention überhaupt ausmacht, sowie die Begleitung der Praxis durch ein systematisches Qualitätsmanagement.

Um das Bewusstsein hierüber bei den Praktikerinnen und Praktikern zu erhöhen und den Wissenstransfer von bundes- und landesweit koordinierenden Stellen mit Fachstellen und Fachkräften vor Ort zu vertiefen, veranstaltete die BZgA nach 2009 zum zweiten Mal eine Tagung zum Thema, diesmal in Zusammenarbeit mit dem sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Zweitägige Workshops gaben die Möglichkeit, sich Dokumentations- und Projektplanungsinstrumente anzueignen, Indikatoren zur Wirkungsmessung selbst zu entwickeln, neue Strategien der Kommunikation in der Prävention kennen zu lernen oder den Vernetzungsgedanken neu zu denken. Ergebnisse der jeweils anderen Gruppen wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einem World Café präsentiert, das allerdings leider zu schlaglichtartig angelegt war, um daraus etwas für die eigene Arbeit mitzunehmen.

Wie den anregenden Diskussionen zu entnehmen war, war die Zeit für die Tagungs-Teilnahme gut angelegt, fehlt es doch zumeist an Möglichkeit zum Austausch und zur Vertiefung notwendiger konzeptioneller Schritte. Gleichzeitig bedauerten viele, jeweils nur einem Thema folgen zu können und andere „spannende“ Themen nur in einer Zusammenfassung mitzukriegen - vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen.

Fazit: Eine notwendiger Impuls für alle Fachkräfte, der Lust auf mehr macht, dessen Effektivität sich durch eine thematische Begrenzung und Zuspitzung noch steigern ließe - z. B. durch die Schwerpunktsetzung „qualitätsgerechte Kommunikation in der Suchtprävention“ in zwei Jahren.

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