30.11.2011
Im Alter IN FORM: Preisträger im Rahmen des Bundeswettbewerbs 2011 ausgezeichnet
Good Practice-Projekt "Nachbarschaftsheim St. Pauli/Seniorentreff" gewinnt den 2. Preis
Marco Ziesemer, Gesundheit Berlin-Brandenburg
Schlagwörter: Bewegungsförderung, Empowerment, Ernährung, Kommentar, Wettbewerb
Die Lebenserwartung der Menschen steigt ständig an. Wie das Statistische Bundesamt informiert, wird in Deutschland im Jahr 2050 jeder Dritte 60 Jahre oder älter sein. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, was man tun kann, um möglichst lange gesund zu bleiben und seine Selbstständigkeit zu erhalten. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass vor allem eine gesunde Lebensführung und soziale Kontakte von Bedeutung sind. Hier kommt insbesondere den Kommunen, dem Stadtteil, den nachbarschaftlichen Netzwerken eine besondere Bedeutung zu.
"Fit im Alter: Eigenverantwortung fördern, Angebote schaffen - gemeinsam für abwechslungsreiches Essen und Trinken, mehr Bewegung und Mundgesundheit" - so lautet das Motto des Bundeswettbewerbs 2011, zu dem die BAGSO im Rahmen des Projektes „Im Alter IN FORM: Gesund essen mehr bewegen“ aufgerufen hatte. Bis zum 30. August 2011 konnten sich Aktivitäten bewerben, die Informationen zur Erhaltung von Gesundheit und Selbstständigkeit vermitteln und darauf abzielen, ältere Menschen zu einer gesunden Lebensweise zu motivieren. Die Angebote im Alltag oder bei regelmäßigen Treffen von Seniorengruppen sollten ein ausgewogenes Speiseangebot, Bewegungsübungen zur Erhaltung der Selbstständigkeit und Hinweise zu einer optimierten Mundpflege beinhalten.
Im Rahmen der durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) am 20. Oktober 2011 in Hamburg durchgeführten Fachtagung "Eine Stadt für alle Lebensalter" wurden die drei Preisträger ausgezeichnet. Die Preise wurden vom GENERALI Zukunftsfonds gesponsert. Insgesamt gingen über 80 Bewerbungen ein. Gewonnen haben:
- Soziale und Kulturelle Dienstleistungen Ammersee-West SKDA e.V.
- Nachbarschaftsheim St. Pauli Seniorentreff
- Elisabeth Tombrock Haus Ahlen
Besonderes Anliegen des Vereins „Soziale und Kulturelle Dienstleistungen Ammersee-West SKDA e.V.“ ist, den älteren Menschen Beratung und Unterstützung anzubieten, um die Lebensqualität im eigenen Wohnumfeld für sie und ihre Angehörigen zu verbessern. Der Verein folgt dem Grundsatz „Ambulant vor Stationär“, so dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung wohnen bleiben können. Der Verein erfüllt in besonderem Maße die Kriterien des Bundeswettbewerbs und erhielt den ersten Preis.
Den zweiten Preis erhielt das bereits vom Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ als Beispiel guter Praxis ausgezeichnete Projekt „Nachbarschaftsheim St. Pauli/Seniorentreff“. Das Nachbarschaftsheim St. Pauli/Seniorentreff legt den Schwerpunkt seiner Arbeit auf Migrantinnen und Migranten. Sein Ziel ist es, die seelische, geistige und körperliche Gesundheit der Besucherinnen und Besucher des Treffs zu fördern. Es berücksichtigt dabei deren besondere Probleme und lebensweltliche Hintergründe durch eine niedrigschwellige und integrative Struktur.
Einen Sonderpreis erhielt das Elisabeth-Tombrock-Haus. Es bietet verschiedene Angebote für die individuelle Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner, um ein angenehmes Zuhause für sie zu gestalten. Eine christliche Grundeinstellung ist dabei wichtige Quelle des Handelns des Elisabeth-Tombrock-Hauses.
Alle im Rahmen des Bundeswettbewerbs ausgezeichneten Preisträger erbringen besonders vorbildliche Leistungen, um die Gesundheit und Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, ihre soziale Integration zu fördern und sie zu einer gesunden Lebensweise zu motivieren.
Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb "Fit im Alter: Eigenverantwortung fördern, Angebote schaffen - gemeinsam für abwechslungsreiches Essen und Trinken, mehr Bewegung und Mundgesundheit" finden Sie auf der Internetseite www.bagso.de, siehe Projekt IN FORM.



