REGSAM - Regionale Netzwerke für soziale Arbeit München
Gute Praxisbereiche:
- Niedrigschwelliger Netzwerkzugang
- Partizipation der Netzwerkpartner
Guter Praxisbereich "Niedrigschwelliger Netzwerkzugang"
REGSAM sichert den niedrigschwelligen Netzwerkzugang auf zwei Ebenen: Zum einen stellt die Website www.regsam.net die Arbeit des Netzwerkes in München und den Stadtregionen umfassend dar und nennt alle wichtigen Ansprechpersonen. Zusätzlich informiert ein Flyer über die zentralen Inhalte des Netzwerkes und verweist auf die wichtigsten Informationsquellen. Zum anderen ist die Mitarbeit Freiwilliger auf regionaler Ebene ohne Zugangshürden möglich.
www.regsam.net bündelt Informationen zu den Inhalten, Akteuren, Strukturen und Gremien von REGSAM. Auf der Website finden Interessierte Hintergrundinformationen zum Netzwerk (Menüpunkt „Über REGSAM“), zum Kuratorium und zur Arbeit in den Münchener Regionen (Menüpunkt „Zu meiner Region“). Auf der Startseite werden alle Veranstaltungen rund um die Themen des Netzwerkes sowie die im Netzwerk angebotenen Fortbildungsveranstaltungen gebündelt vorgestellt. Jede der 16 REGSAM-Regionen unterhält darüber hinaus auf www.regsam.net eigene Seiten, auf denen die regionalen Problemlagen, Aktivitäten, Gremien und Ansprechpartnerinnen und -partner vorgestellt werden.
Der Einbindung neuer Partner in das Netzwerk erfolgt in der Regel über die aktive Mitarbeit in einem der Facharbeitskreise (FAK) in den 16 REGSAM-Regionen. Die Arbeitskreise stehen allen Interessierten offen. Weder ist eine formale Mitgliedschaft im Netzwerk erforderlich noch werden Beiträge erhoben.
Auf den regionalen Seiten von www.regsam.net finden sich insbesondere die Angaben zu den Themen und Arbeitsschwerpunkten, Terminen und Ansprechstationen der Facharbeitskreise. Diese werden entsprechend den Interessen und Bedarfslagen in den einzelnen Stadtregionen eingerichtet, deshalb variieren ihre Anzahl und Themenbereiche regional.
Da das REGSAM-Netzwerk bereits seit 1992 arbeitet und einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat, ist auch weiterhin der Zugang neuer Partner zu verzeichnen. Neue regionale Einrichtungen oder Projekte werden i.d.R. durch die REGSAM-Koordinator/innen über die Arbeit des Netzwerkes informiert und auf eine aktive Beteiligung in den Facharbeitskreisen angesprochen.
Zusätzlich zu den direkten regionalen Zugangsmöglichkeiten zum Netzwerk vermitteln auf Anfrage auch die REGSAM-Moderatorinnen und Moderatoren Kontakte in die Stadtregionen.
Guter Praxisbereich "Partizipation der Netzwerkpartner"
Das REGSAM-Netzwerk lebt vor allem von der Beteiligung und dem Engagement der Akteure in den Stadtregionen. In der Selbstbeschreibung heißt es zum partizipativen Ansatz der Netzwerkarbeit: „In allen REGSAM-Gremien werden Ziele, Themen und Projekte gemeinsam diskutiert, entwickelt und durchgeführt. REGSAM ist unabhängig und neutral. Alle sind zur Zusammenarbeit aufgerufen. Diese ist geprägt durch ein hohes Maß an Vertrauen“ (www.regsam.net). Das Netzwerk hat verschiedene Partizipationsmöglichkeiten seiner Partner geschaffen:
Dazu zählt zunächst die Einrichtung von Facharbeitskreisen (FAK) zu regional relevanten Themen in den Stadtregionen. Die REGSAM-Moderation unterstützt bei Bedarf den Aufbau und die Arbeit der Arbeitskreise, macht jedoch keine inhaltlichen Vorgaben. FAKs für die Zielgruppen Kinder, Jugend, Familie und alte Menschen gibt es in jeder REGSAM-Region.
Die regionalen Gremien geben sich eigenständige Jahresschwerpunkte, die nicht von der REGSAM-Moderation beeinflusst werden. Im Gegenteil kann es geschehen, dass die Moderation regionale Schwerpunktsetzungen aufgreift und in gesamtstädtische Aktivitäten integriert.
In jeder Stadtregion besteht eine „Regionale Arbeitsgemeinschaften Soziales“ (RAGS). In diesem Gremium hat die jeweilige Moderation die Federführung. In der RAGS sind neben Schlüsselpersonen aus dem Stadtbezirk und den Sprecherinnen und Sprechern der FAKs auch Vertreterinnen und Vertreter des Sozialreferates und der Sozialplanung sowie der Bezirksausschüsse vertreten. Die RAGS bildet die Schnittstelle zwischen Region und Stadt, indem sie die sozialen Belange der Stadtregion gegenüber der Verwaltung und in den politischen Gremien vertritt.
Die REGSAM-Regionen qualifizieren die Akteure für ihre Tätigkeit im Netzwerk und fördern dadurch die Nachhaltigkeit der Arbeit. Das REGSAM-Moderationsteam organisiert unterschiedliche Fortbildungen für die Sprecherinnen und Sprecher der Facharbeitskreise unter dem Titel „Net(t)working“. Die Fortbildung vermittelt fachliche Kenntnisse, fördert Begegnungen, ermöglicht aber vor allem den wechselseitigen Austausch über die Erfahrungen der regionalen Arbeit. Die meist kostenlosen Fortbildungen sind aber immer auch als Dank für das Engagement und die teilweise ehrenamtliche Mitarbeit in dem Netzwerk zu verstehen. Um die Verankerung der Facharbeitskreise in den regionalen Strukturen zu unterstützen, stellen sich im Rahmen dieser Fortbildungen die Steuerungsbereiche der Fachreferate wie zum Beispiel Soziales oder Gesundheit als Schnittstellen in die Verwaltung vor.
Als besonders wichtig für die nachhaltige Arbeit des Netzwerkes wird die politische Neutralität der REGSAM-Struktur und der hauptamtlichen Moderation angesehen. Zentrales und gemeinsam getragenes Ziel des Netzwerkes ist es, die Zusammenarbeit aller für die soziale Arbeit relevanten Einrichtungen über politische und weltanschauliche Grenzen hinweg zu initiieren und weiterzuentwickeln. Die Stadt München finanziert das Projekt jeweils für einen Dreijahreszeitraum, aktuell bis 2012. Eine darüber hinausgehende Verankerung oder Verstetigung des REGSAM-Netzwerkes ist noch nicht absehbar. Die Finanzierung umfasst Personalstellen für die hauptamtliche Geschäftsführerin, die Moderatorinnen und Moderatoren und eine Verwaltungskraft sowie für die notwendige Infrastruktur einschließlich der Website. REGSAM verfügt über keinen eigenen Projektetat. Das Netzwerk arbeitet vielmehr als Ideengeber und stößt Aktivitäten der Netzwerkpartner an, die Moderatorinnen und Moderatoren geben aber Hilfestellung bei der Beschaffung von Finanzmitteln.



