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REGSAM -
Regionale Netzwerke für Soziale Arbeit in München

Kurzbeschreibung

REGSAM ist ein Projekt des Trägervereins für regionale soziale Arbeit e.V. in München und vernetzt Einrichtungen und Initiativen aus dem Sozial-, Gesundheits- und Schulwesen, städtische Referate, die politischen Entscheidungsgremien auf unterster kommunaler Ebene sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Es wird vom Sozialreferat der Stadt München gefördert.
In 16 REGSAM-Regionen, die sich an den Münchner Stadtbezirken orientieren, bestehen soziale Netzwerke . Institutionen und Dienste können durch das vernetzte Arbeiten ihre Ressourcen optimal nutzen und ihre Leistungen dadurch besser koordinieren sowie bedarfsgerechter gestalten. Der Austausch in den Facharbeitskreisen und die Online-Datenbank „München Info Sozial“ machen die regionalen Angebote transparent. Engpässe in der sozialen und gesundheitlichen Versorgung werden leichter erkannt und lassen sich rechtzeitig kommunizieren. Über REGSAM vernetzte Einrichtungen sind beispielsweise die Gesundheitsberatung für Migrantinnen Donna Mobile, Zusammen Aktiv Bleiben, Frühkindliche Gesundheitsförderung und Gesundheitsvorsorge des Referates für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, die Münchner Aktionswerkstatt Gesundheit und das Frauengesundheitszentrum.

Weitere Informationen

Hintergrund

Das Sozialreferat der Landeshauptstadt München hat das Projekt REGSAM 1992 ins Leben gerufen, um „eine Vernetzung aller Akteure vor Ort zur besseren gegenseitigen Transparenz der Arbeitsweise der Einrichtungen, eine abgestimmte Kooperation der Aufgabenwahrnehmung, eine Optimierung des Ressourceneinsatzes und eine bessere Beteiligung bei Bedarfseinschätzungen und Planungen zu ermöglichen“ (Beschlussvorlage des Stadtrates). REGSAM wurde in Zusammenhang mit dem Beschluss zur Regionalisierung und Dezentralisierung der Sozialverwaltung modellhaft in vier Stadtregionen eingerichtet. Seit Juli 1996 bilden die REGSAM-Regionen auf Beschluss des Stadtrats die grundsätzliche Vernetzungsstruktur sozialer Arbeit in München. 1997 kam es zu einer Rahmenvereinbarung zwischen dem Sozialreferat, den Wohlfahrtsverbänden und dem Referat für Umwelt und Gesundheit über die Modalitäten der Zusammenarbeit. Seit 2003 arbeitet REGSAM flächendeckend in 16 REGSAM-Regionen. Ein Jahr später wurde das Projekt beim Trägerverein für regionale soziale Arbeit e.V. angesiedelt.
Die Abkürzung „REGSAM“ steht für „Regionale Netzwerke für Soziale Arbeit in München“. REGSAM ist unabhängig, neutral, offen für alle und vertritt die Interessen der Stadtregion nach dem Motto „Voneinander wissen. Miteinander handeln“. Eines seiner wesentlichen Ziele ist das fundierte Wissen der Projektpartner über die Stadtregionen und ihre Besonderheiten. Aktuelle Trends und Themen werden aufgegriffen und Impulse für die Sozialpolitik gesetzt, beispielsweise durch die Sensibilisierung für Themen wie „Armut in München“, „Jugendliche im öffentlichen Raum“ oder „Leben mit Hartz IV“. REGSAM wirkt aktiv bei der Gestaltung der sozialen Landschaft und Infrastruktur mit, indem Projekte und Lösungsansätze entwickelt werden. Beispielsweise wurde im Stadtteil Neuperlach das Projekt „Colours of Respect“ entwickelt. Die Kooperationsgemeinschaft mehrerer Einrichtungen in Ramersdorf-Perlach hat eine gemeinsame Kampagne zur Gewaltprävention und Förderung der Toleranz bei Jugendlichen entwickelt. Das Projekt ist seit 2003 im Stadtteil etabliert. (Siehe auch www.regsam-16.de). Ein anderes Beispiel ist die gemeinsame Entwicklung und Durchführung von mobilen Angeboten für Kinder und Jugendliche in Wohngebieten, wo es eine unzureichende Versorgung gibt (z.B. in Neubaugebieten). Bestehende Kinder- und Jugendeinrichtungen kooperieren, um die Angebotslücke zu decken. Diese gemeinsamen Maßnahmen erfolgen sehr oft ohne Zuschaltung zusätzlicher Mittel.
Ein besonders erfolgreiches Projekt ist derzeit die „Informationsmesse für Alleinerziehende“. Die Messe, die sich an alle Alleinerziehenden eines Stadtteils richtet, ist ein gemeinsames Projekt von REGSAM, der ARGE und des Sozialreferates. Die Alleinerziehenden erhalten kompakt alle Informationen rund um das Thema Wiedereinstieg, Weiterqualifizierung, Kinderbetreuung und Treffpunktmöglichkeiten für Alleinerziehende. Das Projekt wurde bisher für 4 Stadtteile durchgeführt, zwei weitere Veranstaltungen sind noch 2010 in Planung.(siehe auch www.regsam-6-7.de).
Im Netzwerk kooperieren freie und öffentliche Träger. Entsprechend der Veränderung der sozialen Landschaft wird zunehmend auch die Vernetzung in andere Bereiche wichtig, vor allem in das Gesundheitswesen (Kinderkrankenschwestern, Kinderärztinnen und -ärzte, Beratungsstellen) oder zu Wohnungsbaugesellschaften.

Vorgehen

REGSAM entwickelt und organisiert Projekte, Fachveranstaltungen und Fortbildungen sowohl zu aktuellen sozialpolitischen Themen als auch für die konkrete Vernetzungsarbeit in den Stadtregionen. Weitere Aktivitäten und Projekte sind Ressourcenbörsen, runde Tische, Konzepte, Stadtteilfeste und anderes. REGSAM arbeitet in verbindlichen regionalen Strukturen. Dabei handelt es sich um:
zielgruppenorientierte Facharbeitskreise, zum Beispiel für Kinder, Familien oder alte Menschen,
eine Regionale Arbeitsgemeinschaft Soziales (RAGS) sowie
ein beratendes Kuratorium als überregionales Gremium.
Themen, Bedarf, Wissen, Projekte, Initiativen und Ressourcen aus den Stadtregionen werden im REGSAM-Moderationsteam diskutiert und gebündelt. Vom regelmäßigen Austausch profitieren wiederum die Stadtregionen, da sich Erfahrungen und Projekte auf andere Regionen übertragen lassen. Die soziale Fachbasis wird zur lernenden Organisation. Das hauptamtliche REGSAM-Team besteht aus der Geschäftsführerin, einer Verwaltungsmitarbeiterin sowie sieben Moderatorinnen und Moderatoren. Diese sind jeweils für mehrere Stadtregionen zuständig, sie begleiten und unterstützen die einzelnen Regionen in der Vernetzungsarbeit. Anstellungsträger für das hauptamtliche Team ist der Trägerverein für regionale soziale Arbeit e.V. Er garantiert die Beteiligung aller wesentlichen Akteure der sozialen Landschaft und die Neutralität von REGSAM.
Das Kuratorium wurde 2004 eingerichtet. Es setzt sich zusammen aus den Delegierten der 16 Stadtregionen und ist Bindeglied zwischen den Regionen und dem Trägerverein für regionale soziale Arbeit. Das Kuratorium berät den Trägerverein und die Geschäftsführung. Während der vier- bis sechsmal jährlich stattfindenden Treffen werden Themen bearbeitet, die in mehreren oder allen REGSAM-Regionen aktuell sind.
REGSAM präsentiert auf seiner 2010 neu gestalteten Homepage Informationen über Aktuelles und Projekte sowie Hinweise auf Termine und Veranstaltungen. Auf 16 regionalen Seiten sind Gremien, Ansprechpartnerinnen und -partner sowie Termine in den Stadtregionen verzeichnet. Daneben hält die Homepage auch Hinweise und Links bereit zu den Themenfeldern Arbeit, Bildung, Ausbildung und Qualifizierung, Daten, Fakten und Meinungen zur Sozialpolitik, Frauen und Gender, Gesundheit und Pflege, Kinder - Jugend - Familie, Lesben und Schwule, Menschen mit Behinderung, Migration und Interkulturelles, psychische Gesundheit sowie Seniorinnen und Senioren.
Durch den regelmäßigen Austausch im Netzwerk von REGSAM profitieren Fachkräfte und Ehrenamtliche aus dem Sozial-, Gesundheits- und Schulwesen, die vor Ort mit sozial benachteiligten Zielgruppen arbeiten. Bestehende Ressourcen lassen sich so effektiv nutzen. Soziale Einrichtungen greifen im Verbund die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort auf und unterstützen diese. Durch die sozialräumliche Arbeit leistet REGSAM einen Beitrag dazu, dass Bürgerinnen und Bürger ihre sozialen Bedürfnisse und Interessen leben und organisieren.

Die unterschiedlichen Angebote sind aufgeteilt in die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und Familien, Seniorinnen und Senioren. Darüber hinaus bestehen in einzelnen Stadtregionen auch Facharbeitskreise zu den Bereichen Migration, Gesundheit, Wohnen und anderem. Die Vernetzungsstruktur ist für alle 16 Regionen gleich: Es bestehen zielgruppenorientierte Facharbeitskreise (FAK), die zielgruppenübergreifende regionale Arbeitsgemeinschaft für Soziales (RAGS) und eine professionelle Moderation.
Die Moderatorinnen und Moderatoren sind regional und stadtweit Ansprechpartnerinnen und -partner sowie Bindeglieder zwischen den Beteiligten auf den Ebenen soziale Fachbasis, Verwaltung, Träger, Bezirksausschüsse und Stadtrat. Sie unterstützen Projekte in den Stadtregionen und arbeiten mit fach- und referatsübergreifenden Kooperationspartnern zusammen, zum Beispiel „Soziale Stadt“, Interkulturelle Qualitätsentwicklung (IQE) und regionale Planungsforen. Dabei nutzen sie ihre Kontakte und stellen ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen über soziale Themen und Projekte der ganzen Stadt zur Verfügung.
In den Facharbeitskreisen erfolgt ein fach- und themenorientierter Informationsaustausch. Hier wird der Bedarf von Zielgruppen wie Kindern und Familien, alten Menschen, Pflegebedürftigen oder Migrantinnen und Migranten benannt. Regionale Angebote im Sozialbereich werden aufeinander abgestimmt, um gemeinsam die Angebotsstruktur zu verbessern. Im FAK planen und organisieren die sozialen Einrichtungen, teilweise gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern oder mit Kooperationspartnern, gemeinsame Projekte und Veranstaltungen. Jeder Facharbeitskreis hat ein bis zwei Sprecherinnen oder Sprecher. In den Fachkreisen und Projektgruppen der 16 REGSAM-Regionen sind 150 Sprecherinnen und Sprecher und mehr als 2.000 Professionelle und Ehrenamtliche engagiert.
Mitglieder der RAGS sind alle FAK-Sprecherinnen und -Sprecher der REGSAM- Region sowie Vertretungen der Bezirksausschüsse und der Sozialverwaltung. Die RAGS ist das fachübergreifende Steuerungsgremium in der Region. Es fungiert als kompetenter Ansprechpartner für Politik, Verwaltung und Bürgerschaft und vertritt den Stadtteil nach außen.
Die Vollversammlung tagt auf Wunsch der RAGS, in der Regel einmal pro Jahr. Eingeladen werden dann alle Interessierten und die Kooperationspartner in der Stadtregion. Sie dient der Darstellung der geleisteten REGSAM-Arbeit, dem gesamtregionalen Austausch und der Auseinandersetzung mit aktuellen sozialpolitischen Themen und Entwicklungen innerhalb der Stadtregion, wozu zum Beispiel Armutsbericht, Zukunft der Sozialarbeit und bürgerschaftliches Engagement gehören.
Das Kuratorium ist das überregionale Gremium. Es vertritt die Interessen und Themen der Stadtregionen und wird für ganz München sozialpolitisch aktiv.
Zusätzlich zur Homepage von REGSAM wurde das Onlineverzeichnis „München Info Sozial“ erstellt (www.regsam-muenchen-sozial.de/). Es bietet eine Übersicht über soziale, gesundheitsbezogene, kulturelle und schulische Einrichtungen, sortiert nach Stadtbezirken, Zielgruppen und Angeboten. „München Info Sozial“ enthält neben Adresse und Kontaktmöglichkeit zur jeweiligen Einrichtung auch weiterführende Informationen zu Angebot und Leistungen, Barrierefreiheit, Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr, Homepage, Öffnungs- und Bürozeiten sowie aktuelle Ankündigungen. Die Nutzung ist kostenfrei. Alle Einträge erfolgen nur mit Einverständnis der Einrichtungen und überwiegend durch Selbsteintragung. Die Einträge können nach Stadtbezirken oder Angeboten recherchiert werden und stellen jeweils einen knappen Steckbrief der Angebote und Einrichtungen zur Verfügung. Positive Rückmeldungen zeigen, dass „München Info Sozial“ auch in der Stadtverwaltung München über die Referatsgrenzen hinweg genutzt wird.

Good Practice in

Niedrigschwelliger Netzwerkzugang


REGSAM sichert den niedrigschwelligen Netzwerkzugang auf zwei Ebenen: Zum einen stellt die Website www.regsam.net die Arbeit des Netzwerkes in München und den Stadtregionen umfassend dar und nennt alle wichtigen Ansprechpersonen. Zusätzlich informiert ein Flyer über die zentralen Inhalte des Netzwerkes und verweist auf die wichtigsten Informationsquellen. Zum anderen ist die Mitarbeit Freiwilliger auf regionaler Ebene ohne Zugangshürden möglich.
www.regsam.net bündelt Informationen zu den Inhalten, Akteuren, Strukturen und Gremien von REGSAM. Auf der Website finden Interessierte Hintergrundinformationen zum Netzwerk (Menüpunkt „Über REGSAM“), zum Kuratorium und zur Arbeit in den Münchener Regionen (Menüpunkt „Zu meiner Region“). Auf der Startseite werden alle Veranstaltungen rund um die Themen des Netzwerkes sowie die im Netzwerk angebotenen Fortbildungsveranstaltungen gebündelt vorgestellt. Jede der 16 REGSAM-Regionen unterhält darüber hinaus auf www.regsam.net eigene Seiten, auf denen die regionalen Problemlagen, Aktivitäten, Gremien und Ansprechpartnerinnen und -partner vorgestellt werden.
Der Einbindung neuer Partner in das Netzwerk erfolgt in der Regel über die aktive Mitarbeit in einem der Facharbeitskreise (FAK) in den 16 REGSAM-Regionen. Die Arbeitskreise stehen allen Interessierten offen. Weder ist eine formale Mitgliedschaft im Netzwerk erforderlich noch werden Beiträge erhoben.
Auf den regionalen Seiten von www.regsam.net finden sich insbesondere die Angaben zu den Themen und Arbeitsschwerpunkten, Terminen und Ansprechstationen der Facharbeitskreise. Diese werden entsprechend den Interessen und Bedarfslagen in den einzelnen Stadtregionen eingerichtet, deshalb variieren ihre Anzahl und Themenbereiche regional.
Da das REGSAM-Netzwerk bereits seit 1992 arbeitet und einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat, ist auch weiterhin der Zugang neuer Partner zu verzeichnen. Neue regionale Einrichtungen oder Projekte werden i.d.R. durch die REGSAM-Koordinator/innen über die Arbeit des Netzwerkes informiert und auf eine aktive Beteiligung in den Facharbeitskreisen angesprochen.
Zusätzlich zu den direkten regionalen Zugangsmöglichkeiten zum Netzwerk vermitteln auf Anfrage auch die REGSAM-Moderatorinnen und Moderatoren Kontakte in die Stadtregionen

Partizipation der Netzwerkpartner


Das REGSAM-Netzwerk lebt vor allem von der Beteiligung und dem Engagement der Akteure in den Stadtregionen. In der Selbstbeschreibung heißt es zum partizipativen Ansatz der Netzwerkarbeit: „In allen REGSAM-Gremien werden Ziele, Themen und Projekte gemeinsam diskutiert, entwickelt und durchgeführt. REGSAM ist unabhängig und neutral. Alle sind zur Zusammenarbeit aufgerufen. Diese ist geprägt durch ein hohes Maß an Vertrauen“ (www.regsam.net). Das Netzwerk hat verschiedene Partizipationsmöglichkeiten seiner Partner geschaffen:
Dazu zählt zunächst die Einrichtung von Facharbeitskreisen (FAK) zu regional relevanten Themen in den Stadtregionen. Die REGSAM-Moderation unterstützt bei Bedarf den Aufbau und die Arbeit der Arbeitskreise, macht jedoch keine inhaltlichen Vorgaben. FAKs für die Zielgruppen Kinder, Jugend, Familie und alte Menschen gibt es in jeder REGSAM-Region.
Die regionalen Gremien geben sich eigenständige Jahresschwerpunkte, die nicht von der REGSAM-Moderation beeinflusst werden. Im Gegenteil kann es geschehen, dass die Moderation regionale Schwerpunktsetzungen aufgreift und in gesamtstädtische Aktivitäten integriert.
In jeder Stadtregion besteht eine „Regionale Arbeitsgemeinschaften Soziales“ (RAGS). In diesem Gremium hat die jeweilige Moderation die Federführung. In der RAGS sind neben Schlüsselpersonen aus dem Stadtbezirk und den Sprecherinnen und Sprechern der FAKs auch Vertreterinnen und Vertreter des Sozialreferates und der Sozialplanung sowie der Bezirksausschüsse vertreten. Die RAGS bildet die Schnittstelle zwischen Region und Stadt, indem sie die sozialen Belange der Stadtregion gegenüber der Verwaltung und in den politischen Gremien vertritt.
Die REGSAM-Regionen qualifizieren die Akteure für ihre Tätigkeit im Netzwerk und fördern dadurch die Nachhaltigkeit der Arbeit. Das REGSAM-Moderationsteam organisiert unterschiedliche Fortbildungen für die Sprecherinnen und Sprecher der Facharbeitskreise unter dem Titel „Net(t)working“. Die Fortbildung vermittelt fachliche Kenntnisse, fördert Begegnungen, ermöglicht aber vor allem den wechselseitigen Austausch über die Erfahrungen der regionalen Arbeit. Die meist kostenlosen Fortbildungen sind aber immer auch als Dank für das Engagement und die teilweise ehrenamtliche Mitarbeit in dem Netzwerk zu verstehen. Um die Verankerung der Facharbeitskreise in den regionalen Strukturen zu unterstützen, stellen sich im Rahmen dieser Fortbildungen die Steuerungsbereiche der Fachreferate wie zum Beispiel Soziales oder Gesundheit als Schnittstellen in die Verwaltung vor.
Als besonders wichtig für die nachhaltige Arbeit des Netzwerkes wird die politische Neutralität der REGSAM-Struktur und der hauptamtlichen Moderation angesehen. Zentrales und gemeinsam getragenes Ziel des Netzwerkes ist es, die Zusammenarbeit aller für die soziale Arbeit relevanten Einrichtungen über politische und weltanschauliche Grenzen hinweg zu initiieren und weiterzuentwickeln. Die Stadt München finanziert das Projekt jeweils für einen Dreijahreszeitraum, aktuell bis 2012. Eine darüber hinausgehende Verankerung oder Verstetigung des REGSAM-Netzwerkes ist noch nicht absehbar. Die Finanzierung umfasst Personalstellen für die hauptamtliche Geschäftsführerin, die Moderatorinnen und Moderatoren und eine Verwaltungskraft sowie für die notwendige Infrastruktur einschließlich der Website. REGSAM verfügt über keinen eigenen Projektetat. Das Netzwerk arbeitet vielmehr als Ideengeber und stößt Aktivitäten der Netzwerkpartner an, die Moderatorinnen und Moderatoren geben aber Hilfestellung bei der Beschaffung von Finanzmitteln.

Gesammelte Erfahrungen - Lessons Learned

REGSAM hat sich in München inzwischen zu einer festen Größe für Strukturbildung in der sozialen Arbeit entwickelt. Gleichzeitig wird zunehmend festgestellt, dass auch interessierten Akteuren die notwendigen zeitlichen und finanziellen Kapazitäten fehlen, sich intensiv und längerfristig in der Arbeit zu engagieren, beispielsweise in den regionalen Facharbeitskreisen. Gründe hierfür sind die steigende Arbeitsbelastung bei gleichzeitigem Abbau von Personalstellen, teilweise aber auch eine lokale „Über-Vernetzung“. Diese macht sich immer dann bemerkbar, wenn sich in den Regionen unterschiedliche Netzwerke zu jeweils eigenständigen, aber doch verwandten Themen wie beispielsweise Kinderschutz gründen.

Die Arbeit von REGSAM hat gezeigt, dass politische, weltanschauliche und institutionelle Neutralität in der Netzwerkarbeit von zentraler Bedeutung ist. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Akteure mit unterschiedlichem fachlichem, weltanschaulichem und politischem Hintergrund zusammenzubringen und erfolgreich gemeinsame, kontinuierliche Arbeitsprozesse zu initiieren.

Die Erfahrungen von REGSAM zeigen, dass die Arbeit des Netzwerkes nicht immer leicht vermittelbar ist. Die durch die Netzwerkarbeit angestoßenen Prozesse wirken oft indirekt, über einen langen Zeitraum und bei manchen Projekten tritt die Initiative von REGSAM in den Hintergrund gegenüber den Einrichtungen, die es umsetzen. Um eine dauerhafte Finanzierung sicher zu stellen, müssen aber positive Effekte belegbar sein, die möglichst unmittelbar bei den Bürgerinnen und Bürgern „ankommen“. Seit Mitte 2010 ist eine begleitete Selbstevaluation in Vorbereitung, die 2012 erste Ergebnisse erbringen soll.

Kontakt

Martina Hartmann
Bayerstr. 77a, Rückgebäude
80335 München (Bayern)
Telefon: (089) 18 93 58-16
Telefax: (089) 18 93 58-20
E-Mail: hartmann@regsam.net
Website: http://regsam.net/

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Fachheft

Das Fachheft "Kriterien guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" enthält Informationen rund um den Good Practice-Prozess und kann hier heruntergeladen werden.

Neuestes Good Practice-Beispiel

Projekt Superklasse
Musik und Ge­sund­heits­för­de­rung stehen auf den ersten Blick in keinem direkten Zusammenhang. Dass…

…Was ist das?

weitere Good Practice-Beispiele finden Sie hier

Good Practice Beispiele recherchieren

Hier gelangen Sie zur Praxisdatenbank, in der Sie Beispiele guter Praxis finden.

…weiter

Ansprechpartner

Holger Kilian, Ihren Ansprechpartner zu guter Praxis in der Gesundheitsförderung erreichen Sie hier.

Fusszeile

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.