Body Guard - Umsetzungsbeispiele
Was wird gemacht?
Je nach Standort und Hintergrund wird ein angepasstes Angebotspaket für die Jugendlichen bereitgestellt. Ziele sind:
- Gesundheitsbezogenes Wissen vermitteln
- Motivation zu gesundheitsförderndem Verhalten fördern
- Einübung gesundheitsgerechten Verhaltens
- Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
- Ermöglichung des sozialen Lernens
Auf der Ebene der Lebenswelten (Settings) zielt das Programm auf die schrittweise Schaffung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen an den Standorten ab.
Im Folgenden exemplarisch dargestellten Angebote im Rahmen von Body Guard werden an unterschiedlichen Standorten umgesetzt (IB-Förder- und Integrationszentrum Frankfurt/Oder, IB-Bildungszentrum Pirmasens, IB-Bildungszentrum Hirschfelde, IB-Bildungszentrum Klingenberg, IB-Bildungszentrum Mannheim, IB-Bildungszentrum Darmstadt, IB-Bildungszentrum Rotenburg (Wümme)).
Die Angebote umfassen folgende Bereiche:
- Bewegung (z.B. Fussball, Tischtennis, Capoeira, etc.)
- Ernährung (z.B. Kochkurse, Ernährungsberatung, etc.)
- Entspannung (z.B. Yoga, Shiatsu, Progressive Muskelentspannung, etc.)
- Aktionen (z.B. Radtouren, Sportcamps, Schwimmen, Klettern, etc.)
Bereich: Bewegung
Beispiel Fitnesskurse
Bewegungsförderung ist ein wichtiges Element von Prävention und Gesundheitsförderung. Innerhalb von Body Guard gibt es eine Vielzahl von Angeboten zur Bewegungsförderung. Beispielsweise wird im IB-Förder- und Integrationszentrum Frankfurt/Oder ein Fitnesskurs durchgeführt. Es gibt Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur und des ganzen Bewegungsapparates. Body-Pump, Kraft und Ausdauertraining stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Teilnehmer sollen Übungen zur Stärkung der Muskulatur und zur Entspannung erlernen. Die Vorteile eines guten Körpergefühls nach sportlicher Aktivität und ein gesundes Körperbewusstsein sind Ziele des wöchentlichen Angebots von einer Stunde mit einer Gruppengröße von 4-10 Teilnehmern. Bei Bedarf wird eine Ernährungsberatung in einem Einzelgespräch angeboten.
Beispiel Fußball
Für Fußballbegeisterte gibt es am Standort Pirmasens eine Fußball AG für In- und Outdoor Fußball. Ziel ist der Spaß an der Bewegung, die Verbesserung der Motorik und Koordination sowie des Sozialverhaltens und der Entwicklung eines Gruppengefühls. Als Zielgruppe werden männliche Jugendliche aus allen Ausbildungsbereichen angesprochen. Die Gruppe, mit einer Größe von 10 bis 15 Teilnehmern trifft sich wöchentlich für zwei Stunden auf dem Fußballplatz oder in der Halle.
Beispiel Deutsch-tschechisches Natur- und Erlebniscamp für Berufseinsteiger
Jugendliche des BZ Klingenberg und der Partnerschule in Louny (Tschechien) treffen sich für drei Tage in einem Naturcamp in der Sächsischen Schweiz, wo sie Aktivitäten wie Mountainbiken, Klettern und Paddeln nachgehen. Selbstvertrauen und Motivation soll durch einen erlebnispädagogischen Ansatz gefördert werden. Ebenso wird soziales Lernen und eine Sensibilisierung für die Natur und Umwelt angestrebt. Die Teilnehmer stammen aus Berufsvorbereitungs- und Berufsausbildungsmaßnahmen und bilden Gruppen von 10 bis 20 Personen.
Bereich: Ernährung
Beispiel „Mit Schwung in den Tag“
„Mit Schwung in den Tag“ ist ein Baustein des Konzeptes Bewegung, Ernährung und Entspannung. Hier steht das Frühstück für die Jugendlichen des IB-Berufsbildungszentrums Pirmasens im Mittelpunkt. Es werden ernährungswissenschaftliche Grundkenntnisse vermittelt und eine Möglichkeit der Reflexion des eigenen Ernährungsverhaltens gegeben. Gesunde Lebensmittel werden anhand des Ernährungskreises ausgewählt und nützliche Information rund um die Ernährung zusammengetragen und weitergegeben. Die Jugendlichen beteiligen sich aktiv an der Phase der Vorbereitung und Durchführung des Frühstücks, um es anschließend in entspannter Atmosphäre zu genießen. Gleichzeitig werden Team- und Kommunikationsfähigkeit gefördert. Im Durchschnitt nehmen 30 bis 40 Jugendliche das Angebot wahr. Jeweils fünf Jugendliche sind mit einer Ausbildungskraft an der Zubereitung des Frühstücks beteiligt.
Beispiel „Bistro - Mag ich“
In den Einrichtungen soll in einem ansprechend gestalteten Raum ein gesundes und attraktives Verpflegungsangebot für gemeinsame Mahlzeiten zur Verfügung gestellt werden. Die Betroffenen werden in die Planung der Raumgestaltung mit einbezogen. Das Bistro „Mag ich“ in Rothenburg/Wümme wurde renoviert und die Speisen- und Getränkeauswahl verbessert. Das Speiseangebot wurde auf eine Mittagsverpflegung 4mal pro Woche erweitert. Ebenso steht Frühstücks-/Pausenverpflegung bereit. Die Getränkeautomaten wurden nur mit gesunden und zuckerarmen Getränken bestückt. Im Bistro wurde ein Rauchverbot eingeführt. Das Ziel der Maßnahme war, die Mitarbeiter und Auszubildenden gesund zu ernähren und die Zahl der Nutzer zu erhöhen. Für die Umsetzung wurden die entsprechenden Ausbildungs- und Berufsvorbereitungsgruppen des Hauswirtschafts- und Baubereichs im Bildungszentrum mit einbezogen.
Bereich: Entspannung
Beispiel „Entspann dich!“
Das IB-Förder- und Integrationszentrum Frankfurt/Oder bietet einen Yoga-Kurs zur Entspannung und Stressbewältigung an. Bei einer Gruppengröße von bis zu 10 Teilnehmern werden für 1,5 Stunden wöchentlich den Auszubildenden Entspannungstechniken durch eine zertifizierte Yoga-Lehrerin vermittelt. Neben den Yogaübungen werden auch Fantasiereisen und Gruppendiskussionen durchgeführt. Ziel ist, dass die Teilnehmer im Alltag Entspannungstechniken anwenden und Yoga als Entspannungsmöglichkeit kennen und anwenden lernen.
Beispiel Stressbewältigung
Stressabbau, Kompetenzerwerb zur selbstständigen Stressregulierung (z.B. bei Prüfungsängsten) sowie die Förderung von Selbst- und Körperbewusstsein sind die Ziele des Angebots. Hierzu werden angeleitete Entspannungsübungen, Fantasiereisen und Shiatsu durch einen Sozialpädagogen/Entspannungspädagogen mit Shiatsu Zusatzausbildung angeboten. Mit einer Gruppengröße von 5-7 Personen wird die Maßnahme alle 14 Tage für 1,5 Stunden angeboten.
Bereich: Aktionen
Beispiel Fitnesstag „IB immer in Bewegung“
Es handelt sich hierbei um eine Tagesveranstaltung mit verschiedenen Themen zur gesunden Lebensweise. Die Jugendlichen aller Ausbildungseinrichtungen sollen für eine gesunde Lebensweise sensibilisiert werden. Mit der Thematik Gesundheitsförderung, Bewegungsfreude und Fairness wird sich auseinander gesetzt. Hiezu werden verschiedene Aktivitäten von den Jugendlichen absolviert. Das Angebot ist vielfältig und reicht vom Gewichte Stemmen, Kistenklettern, Eisstockschießen, Ringewerfen über Säure-Basen-Messung bis hin zu einem Geschmackstest.
Beispiel „3000 Schritte in den Frühling“
Im Rahmen der Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit „3000 Schritte extra“ wurde ein gemeinsamer Spaziergang von Mitarbeitern und Jugendlichen des Bildungszentrums im nahen Neißetal veranstaltet. Die Teilnehmer sollen zu mehr Bewegung im Alltag motiviert werden. Durchgeführt wird ein Spaziergang für die Jugendlichen und Mitarbeiter mit einem Schrittzähler. Für die 3000 Schritte werden ca. 30 Minuten benötigt. Selbstverständlich kann der Spaziergang auch ausgedehnt werden. Diese Maßnahme ist ohne große Kosten und Organisationsaufwand zu bewerkstelligen und wird mit einer Gruppengröße von acht bis 100 Personen durchgeführt.



