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BodyGuard - Das IB-Gesundheitsprogramm für Jugendliche

Das Rahmenkonzept des Programms
Mit Abschluss der Modellphase im Jahr 2009 wurden aus den gesammelten Erfahrungen das Rahmenkonzept sowie Standards zum Programm BodyGuard festgelegt. Von nun an können sich an einer Umsetzung des Programms interessierte IB-Einrichtungen beteiligen. Eine Arbeitshilfe mit den zu erfüllenden Mindeststandards, die dazu berechtigen, das BodyGuard-Label zu verwenden, steht zur Verfügung. Die Arbeitshilfe kann auch von interessierten Einrichtungen anderer Träger beim Internationalen Bund (IB) angefordert werden oder als PDF-Datei heruntergeladen werden (vgl. Link am Ende des Beitrags). Die Arbeitsansätze können frei übernommen werden. Das Label „BodyGuard“ ist Einrichtungen des Internationalen Bundes vorbehalten.
Die Programmziele und -standards beziehen sich auf drei Ebenen:

1. Individuelle Ebene: Den Jugendlichen wird gesundheitsbezogenes Wissen vermittelt und gesundheitsförderndes Verhalten eingeübt. Die Persönlichkeitsentwicklung soll gefördert und soziales Lernen ermöglicht werden.

  • Es muss mindestens ein Verfahren beschrieben werden, wie Jugendliche an der Ausgestaltung des Programms am Standort beteiligt werden (z.B. Umfrage, Gruppengespräche).
  • Aus den zentralen Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung gibt es mindestens in zwei Handlungsbereichen Angebote für die Jugendlichen (vgl. Umsetzungsbeispiele).
  • Bewegung: Regelmäßige attraktive Bewegungsmöglichkeiten wie z.B. Biketraining, Capoeira, Fußball, Lauftraining, Nordic Walking, Tischtennis, Volleyball und Wandern werden angeboten.
  • Ernährung: Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (vgl. Seite 12 der BodyGuard-Arbeitshilfen) sollen bekannt und zugänglich sein. Diese betonen auch die Bedeutung täglicher körperlicher Bewegung von 30 bis 60 Minuten. Die Gemeinschaftsverpflegung richtet sich nach den Qualitätsstandards der Schulverpflegung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (vgl. Seite 13 der BodyGuard-Arbeitshilfen). Ein Entwicklungsprozess zur Erfüllung dieser Standards wird akzeptiert.
  • Stressbewältigung: Angebote wie z.B. Yoga, Shiatsu oder Progressive Muskelentspannung werden vorgehalten.

2. Setting-Ebene: An den Programmstandorten werden gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen geschaffen, insbesondere in Bezug auf Räume, Gemeinschaftsverpflegung, Qualifikation der Fachkräfte und die Organisation des Angebotes.
Die Einrichtung einer Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung ist wünschenswert.

  • Es muss ein standortbezogenes Konzept entwickelt und vorgelegt werden.
  • Es soll eine feste Ansprechperson für das Programm am Standort bestimmt werden. Das Vorhaben wird von der Standort-Leitung unterstützt.
  • Die Arbeit am Standort muss mindestens auf ein Jahr angelegt sein und eine Jahresplanung muss vorliegen.
  • Es sollte mindestens einmal im Jahr eine besondere Aktion organisiert werden wie z.B. ein Gesundheitstag oder ein Sportfest.
  • Es muss mindestens eine Kooperation vor Ort aufgebaut werden oder bestehen, z.B. mit Krankenkassen oder Sportvereinen.
  • Die Dokumentation der Aktivitäten im Rahmen des Programms BodyGuard ist anhand einer vorgegebenen Vorlage durchzuführen.
  • Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Mindestens ein Teammitglied der Einrichtung hat eine Fortbildung zum Thema Gesundheitsförderung besucht. Anerkannt wird der Besuch einer GUT DRAUF-Basisschulung und der trägereigenen Fortbildung zu BodyGuard, die ab 2010 vorgesehen ist (vgl. auch Seite 25ff der BodyGuard-Arbeitshilfen). Spezifische Angebote sollen ausschließlich von Personal erbracht werden, das über das nötige fachliche Know-How verfügt.

3. Programmebene: Das Programm wird ausgebaut und weiter entwickelt.

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