Gesundheitsförderung im Quartier
Ein in der Ottawa Charta benanntes vorrangiges Handlungsfeld der Gesundheitsförderung ist die Schaffung gesunder Lebenswelten. Wichtige Orte dieser sozialraumorientierten Gesundheitsförderung sind Stadtteile und (Wohn-)Quartiere, in denen sich Belastungen wie hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Wohnbedingungen, hohes Verkehrsaufkommen und nur wenige Grün- und Spielflächen sowie wenig soziale Unterstützung bündeln. Hier arbeiten bereits eine Reihe von Programmen und Netzwerken, die auf die Verbesserung der Lebensbedingungen abzielen. Diese sind oftmals im Feld der Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit angesiedelt und bieten gute Anknüpfungsmöglichkeiten, um sektorenübergreifend gesundheitsfördernde Interventionen und Strategien zu entwickeln und umzusetzen.
Hintergründe, Daten und Materialien
Aktuelles
Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen belasten zunehmend auch den Mittelstand
14.05.2012 – Prof. Dr. Gerhard Trabert, Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
Belastungen durch Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen, welche vermehrt auch den Mittelstand betreffen, die „Entsolidarisierung“ des Gesundheitssystems und Absätze der Prävention und Gesundheitsförderung bei Menschen in Wohnungslosigkeit waren Themen auf dem 17. Kongress Armut und Gesundheit.
Schlagwörter: Armut und Gesundheit, Gesundheitswesen, Prävention, Wohnungslose
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Ein Abschied in kämpferischer Stimmung
07.05.2012 – Verena Mörath
Rund 100 Gäste folgten am 22. und 23. März 2012 der Einladung der Forschungsgruppe Public Health ins Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Es war zugleich ein Abschied, denn die Forschungsgruppe wird im Mai 2012 nach 25 Jahren Gesundheitsforschung im WZB ihre Arbeit beenden.
Schlagwörter: Fachtagung, Forschung, Partizipation, Veranstaltungsbericht, WZB
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Selbstbestimmt wohnen und aktiv bleiben
29.03.2012 – Dagmar Johannes, BKK Bundesverband GbR

Seit 2006 verleiht der BKK Bundesverband und der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ jährlich den BKK-Preis für vorbildliche Praxis. 2010 stand der Wettbewerb unter dem Motto „Gesund im Alter - Selbstbestimmt wohnen und aktiv bleiben“. Die zahlreichen Bewerbungen zeigten das hohe Engagement vieler Einrichtungen bundesweit für die Gesundheitsförderung von älteren Menschen.
Schlagwörter: Behinderung, Betreuungsangebote, Bewegungsförderung, Broschüre, Förderpreis, Stadtentwicklung
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Tagungsbericht
19.03.2012 – Christine Volk-Uhlmann, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart

Lange gesund zuhause leben - ob dieser Wunsch erfüllbar ist, hängt auch von der sozialen Lage ab. Soziale Benachteiligung und gesundheitliche Probleme sind vielfach miteinander verbunden. Soziale und gesundheitliche Ungleichheit prägt sich auch räumlich aus. Soziale, gesundheitliche und städtebauliche Problemlagen treten in bestimmten - benachteiligten - Stadtteilen besonders zutage. In diesem Rahmen veranstaltete der Regionale Knoten Baden-Württemberg mm 15.2.2012 eine Fachtagung zum Praxistransfer der Ergebnisse aus drei Modellprojekten.
Schlagwörter: Fachtagung, Migration, Prävention, Setting, Soziale Stadt, Sozialraum, Stadtentwicklung
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Leseprobe aus dem Handbuch Stadtplanung und Gesundheit
29.02.2012 – Christa Böhme, Difu - Deutsches Institut für Urbanistik, Dr. Bettina Reimann, Difu - Deutsches Institut für Urbanistik

Das "Handbuch Stadtplanung und Gesundheit" wird zum 17. Kongress Armut und Gesundheit im Hans Huber Verlag erscheinen und kann während des Kongresses vor Ort erworben werden. Hier können Sie sich den ersten Eindruck über den Inhalt des Bandes verschaffen.
Schlagwörter: Setting, Sozialraum, Stadtentwicklung
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Wie können die Wohn- und Lebensbedingungen zu einem selbstständigen und gesunden Leben im Alter beitragen?
22.02.2012 – Dr. Birgit Wolter, Institut für Gerontologische Forschung e.V.
Das Wohnen, die Wohnsituation und das Wohnumfeld haben einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität im Alltag und auf die Gesundheit. Im Alter wächst diese Bedeutung noch zusätzlich. Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen möchte in der eigenen Wohnung ihren Lebensabend verbringen. Wie können die Wohn- und Lebensbedingungen zu einem selbstständigen und gesunden Leben im Alter beitragen?
Schlagwörter: Bewegungsförderung, Broschüre, Good Practice, Setting, Sozialraum, Stadtentwicklung
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Nachbarschaftsheim St. Pauli e.V., Seniorentreff
14.02.2012 – Hanna Blase, Nachbarschaftsheim St. Pauli
Der Träger arbeitet seit über 60 Jahren im sozialen Brennpunkt St. Pauli mit älteren und alten Menschen in besonderen sozialen Problemlagen. Die Ziele der Arbeit sind die Integration sozial ausgegrenzter Menschen sowie die Rückgewinnung, Erhalt und Ausbau von psychischen, geistigen und körperliche Potentialen.
Schlagwörter: Armut, Bewegungsförderung, Empowerment, Gesundheitsbewusstsein, Migration, psychische Gesundheit, Suchthilfe
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Jeder verdient Gesundheit!
09.02.2012 – Barbara Fank-Landkammer, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising, Deutscher Caritasverband

Armut macht krank. Auf diese Tatsache weist die Caritas 2012 mit ihrer gleichnamigen Kampagne hin. Und sie fordert: Jeder verdient Gesundheit. Deutschland hat ein solidarisch ausgerichtetes Gesundheitssystem mit hoher Qualität. Es ist Konsens in Deutschland, dass gesundheitliche Chancengleichheit ein Menschenrecht ist. Dennoch gibt es gravierende Unterschiede mit Blick auf das Krankheitsrisiko und die Lebenserwartung.
Schlagwörter: Armut, Gesundheitsversorgung, Migration, Schwangerschaft, Video
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Gemeinsam Kriterien guter Praxis der Gesundheitsförderung für die Arbeit mit sozial Benachteiligten erschließen
02.02.2012 – Sybille Schliemann, Bezirksamt Treptow-Köpenick, Stefan Pospiech, Gesundheit Berlin-Brandenburg
Am 7. Dezember 2011 trafen sich im Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick 20 Akteurinnen und Akteure, die in unterschiedlichen Funktionen für ein bewegtes Altern im Bezirk aktiv sind, zu einer Good Practice-Werkstatt Quartier. Der Regionale Knoten Berlin im Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ und das Zentrum für Bewegungsförderung Berlin unterstützte diese gemeinsame Qualifizierung in Form von Moderation und fachlichen Inputs.
Schlagwörter: Good Practice, Kommentar, Werkstatt Quartier, Workshop
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Darstellung vieler Good Practice-Beispiele aktualisiert
06.01.2012 – Marco Ziesemer, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Seit 2005 die ersten Good Practice-Beispiele identifiziert wurden, hat sich viel getan. Um den aktuellen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen der Good Practice-Beispiele Rechnung zu tragen, sollen im Rahmen der Aktualisierung der Good Practice-Beschreibungen bis zum Jahresende 2011 25 Beispiele in der Datenbank überarbeitet werden.
Schlagwörter: Good Practice, GP-Projekte, Kommentar
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