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Gesundheitsförderung im Stadtteil
Ein in der Ottawa-Charta benanntes vorrangiges Handlungsfeld der Gesundheitsförderung ist die Schaffung gesunder Lebenswelten. Wichtige Orte dieser sozialraumorientierten Gesundheitsförderung sind Stadtteile und (Wohn-)Quartiere, in denen sich Belastungen wie hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Wohnbedingungen, hohes Verkehrsaufkommen und nur wenige Grün- und Spielflächen bündeln. Hier arbeiten bereits eine Reihe von Programmen und Netzwerken, die auf die Verbesserung der Lebensbedingungen abzielen. Diese sind oftmals im Feld der Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit angesiedelt und bieten gute Anknüpfungsmöglichkeiten, um sektorenübergreifend gesundheitsfördernde Interventionen und Strategien zu entwickeln und umzusetzen.
Der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiierte Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" und seine 53 Partner widmen sich in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung verstärkt diesem Thema.
Auf den folgenden Seiten finden Sie:
Aktuelles:
Dokumentation zum Workshop "Gesundheitsförderung im Stadtteil/Quartier"
Die Dokumentation zur gemeinsamen Veranstaltung der Regionalen Knoten Thüringen und Sachsen sowie der AOK Plus "Gesundheitsförderung im Stadtteil/Quartier" vom 25.-26.03.2010 steht nun in unserer Materialienrubrik zum kostenlosen Download bereit.
Interview mit Dr. Ulrich Hatzfeld (BMVBS)
Ein Interview mit Dr. Ulrich Hatzfeld, Leiter der Unterabteilung Stadtentwicklung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, über gelungene Verbindungen zwischen Stadtentwicklung und Gesundheitsförderung aus der Zeitschrift Info_Dienst für Gesundheitsförderung von Gesundheit Berlin-Brandenburg können Sie hier herunterladen (PDF-Datei, 55 kB).
Reader zur Gesundheitsförderung in den Quartieren der Sozialen Stadt
Einen Reader, der die Erfahrungen und Ergebnisse der Landesforen 2008/2009 beinhaltet, finden Sie auf unserer Materialienseite.
Aktiv werden für Gesundheit - Arbeitshilfen für Prävention und Gesundheitsförderung im Quartier:
Gesundheitsförderung soll vor allem sozial benachteiligte Menschen erreichen, da diese ein hohes Risiko haben, schwer zu erkranken, früher zu sterben und daher auch in besonderem Maße der Gesundheitsförderung bedürfen. Menschen, die in schwierigen und belastenden Lebensverhältnissen leben, können über gezielte Angebote der Gesundheitsförderung erreicht und in ihren Gesundheitsressourcen gestärkt werden. Wir wissen z.B., dass gerade beim Start ins Leben für Menschen in schwierigen Lebenslagen ein Paket spezifischer Maßnahmen erforderlich ist: Aufsuchende Hebammenhilfe, Elternnetzwerke und Elterncafés in einer aufeinander abgestimmten Präventionskette.
Um in diesem Feld erfolgreich zu sein, bedarf es insbesondere sektorenübergreifender gemeinsamer Bemühungen und einer zielgerichteten Zusammenarbeit. Die Gesundheitsförderung im Stadtteil bietet gute Möglichkeiten, die Gesundheitschancen der Menschen positiv zu beeinflussen. Hierzu müssen vor allem Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager in ihrer Arbeit vor Ort unterstützt werden.
Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr, dass wir mit den Arbeitshilfen „Aktiv werden für Gesundheit - Arbeitshilfen für Prävention und Gesundheitsförderung im Quartier“ eine konkrete Unterstützung für die Praktikerinnen und Praktiker in den Einsatz bringen können.
Die Arbeitsmaterialien wurden auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) entwickelt. IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, bietet den Rahmen, um die Förderung der Gesundheit im Bund-Länder-Programm Soziale Stadt langfristig zu verankern. Für die Entwicklung, Inhalte und Gestaltung der Arbeitshilfen ist die BZgA gemeinsam mit Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. verantwortlich.
Ich wünsche den Praktikerinnen und Praktikern, die die sehr wichtige Arbeit auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten leisten, viel Erfolg beim Einsatz der Arbeitshilfen.
Prof. Dr. Elisabeth Pott
Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung