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Ursachen der Unterversorgung schwangerer Migrantinnen in Nordbayern

Neslisah Terzioglu, Christina Reith, Axel Feige, Klinikum Nürnberg Süd, Nürnberg

Das Ergebnis der retrospektiven 5-Jahres-Kohortenstudie, welche an der FK II zur Evaluierung der Versorgungssituation schwangerer Migrantinnen in Nordbayern durchgeführt wurde, bestätigte die Unterversorgung dieses Kollektives hinsichtlich der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen und ähnlichen präventiven Maßnahmen. In einer zusätzlich prospektiv durchgeführten 1-Jahres-Querschnittsstudie kristallisierten sich als Hauptursachen für die Unterversorgung ausländischer Frauen nach wie vor bestehende sprachliche und kulturelle Verständigungsprobleme und das daraus folgende Informationsdefizit heraus. Ziel des 1998 initiierten Nürnberger Modellprojektes ist es, die Inanspruchnahme präventiver Maßnahmen bei schwangeren Migrantinnen durch muttersprachliches medizinisches Fachpersonal und mehrsprachige Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse zu erhöhen. Das Vorhandensein muttersprachlichen medizinischen Fachpersonales und der Erwerb interkultureller Kompetenz sind unbedingt erforderlich, um das Schicksal „Migration“ in die Richtung „Integration von Migranten/-innen in das Gesundheitswesen“ zu lenken. Zur Qualitätssicherung müssen auch weitere regelmäßige statistische Auswertungen im Hinblick auf migrationsspezifische und soziodemographische Daten in der Geburts- und Perinatalmedizin durchgeführt werden.

Den vollständigen Vortragstext finden Sie hier

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